Herr über die Schienen
Thogar war ein Offizier, dessen Schlachtfeld aus Gleisen, Weichen und Fahrplänen bestand. Die Eiserne Horde brauchte mehr als starke Krieger. Erz, Waffen, Verstärkung und schwere Geschütze mussten zur richtigen Zeit in der Gießerei eintreffen. Thogar kontrollierte diese Bewegung und machte aus Transport einen Teil der Verteidigung.
Sein Bereich lag zwischen mehreren Bahnlinien. Züge rasten ohne Rücksicht durch die Halle, öffneten Waggons und entluden Soldaten. Manche brachten Geschütze, andere ganze Einheiten. Wer gegen Thogar kämpfte, musste daher nicht nur den Offizier beobachten, sondern zugleich lesen, welche Schiene im nächsten Augenblick zur tödlichen Zone wurde.
Logistik als Überlegenheit
Die Eiserne Horde wollte Azeroth nicht mit einem einzigen Helden erobern. Ihr Vorteil sollte aus Waffenproduktion und schneller Verlegung entstehen. Thogar verkörperte diesen Gedanken. Jeder Zug zeigte, dass hinter der Front eine Organisation stand, die Soldaten ersetzen und Material nachliefern konnte. Ein mutiger Angriff reichte nicht, wenn die gegnerische Maschine ununterbrochen weiterarbeitete.
Thogar blieb auf der Plattform und koordinierte seine Truppen, während die Züge den Raum zerschnitten. Seine Soldaten waren keine zufälligen Helfer. Sie kamen nach Plan, deckten einander und zwangen die Angreifer in die Fahrwege. Erst als der Kommandant fiel, verlor die Anlage ihren taktischen Mittelpunkt.
Der Krieg braucht Wege
Thogar ist wichtig, weil seine Geschichte den unsichtbaren Teil von Garroshs und Schwarzfausts Plänen zeigt. Eine Armee marschiert nur so weit, wie Nahrung, Munition und Verstärkung folgen können. Die Schienen der Gießerei sollten diesen Abstand verkürzen. Mit Thogars Niederlage wurde nicht bloß ein Orc besiegt, sondern eine Hauptader der Eisernen Horde unterbrochen.