Ehre und StärkeBlackmoore
World of Warcraft Classic

Uldaman

Eine titanische Gruft unter dem Ödland, in der Hüter, Irdene und die Scheiben von Norgannon die gestohlene Erinnerung an Azeroths frühe Zeitalter bewahren.

Uldaman
Geschichte und Hintergründe

Die Stadt unter dem Ödland

Über Uldaman liegt das Ödland: roter Staub, gebrochener Fels und eine Oberfläche, die kaum ahnen lässt, wie tief die Geschichte darunter reicht. Im Berg öffnen sich titanische Hallen, älter als jedes Menschenreich. Uldaman war keine gewöhnliche Stadt. Es war eine Anlage, ein Zufluchtsort und später ein Archiv für Wahrheiten, die ein mächtiger Verräter aus der Geschichte löschen wollte.

Nach Lokens Verrat erkannten Tyr, Archaedas und Ironaya, dass der oberste Hüter seine Taten verbergen würde. Die Scheiben von Norgannon hatten Azeroths Geschichte aufgezeichnet und damit auch Lokens Verrat. Während Tyr die Verfolger aufhielt und sein Leben opferte, flohen Archaedas, Ironaya und ihre Gefährten mit den Scheiben. Sie erreichten Uldaman, erweiterten die Gewölbe und schworen, das Gedächtnis der Welt zu schützen.

Schlaf gegen den Fluch

Unter ihren Begleitern waren Irdene und Mechagnome, die bereits Zeichen des Fluchs des Fleisches trugen. Manche Irdene fürchteten die Verwandlung so sehr, dass sie um einen tiefen Schlaf baten, bis eine Heilung gefunden wäre. Die Mechagnome blieben als Wächter zurück, obwohl auch sie nicht unberührt waren. Archaedas und Ironaya zogen sich schließlich ebenfalls in die Tiefe zurück. Uldaman wurde still, während draußen aus steinernen Dienern sterbliche Völker mit eigenen Namen, Familien und Ängsten hervorgingen.

Nicht jede Schöpfung der Anlage entwickelte sich gleich. Aus veränderten Irdenen entstanden Zwerge, andere Linien verkümmerten zu Troggs. Als die Zwerge von Eisenschmiede Jahrtausende später in Uldaman gruben, suchten sie zunächst Schätze und Hinweise auf ihre Herkunft. Sie fanden eine Wahrheit, die ihren Stolz erschütterte und zugleich vertiefte: Sie waren keine Kinder des Gebirges im einfachen Sinn, sondern Erben titanischer Arbeit, verändert durch eine Macht, die ihre Schöpfer Fluch nannten.

Wächter und Eindringlinge

Troggs, Dunkeleisenzwerge und Schatzsucher drangen in die äußeren Hallen ein. Die alten Verteidigungen erwachten, ohne zwischen Forscher und Plünderer sicher unterscheiden zu können. Ironaya und Archaedas stellten sich den Eindringlingen entgegen und fielen. Hinter Archaedas öffnete sich die Kammer mit den Scheiben von Norgannon. Dort erklärte ein Wissenshüter den Sterblichen Teile ihrer eigenen Entstehungsgeschichte. Die Wächter starben, doch das Geheimnis, für das sie geschlafen hatten, begann endlich zu sprechen.

Loken hatte in Ulduar ein gefälschtes Archiv anlegen lassen, um seine Schuld umzuschreiben. Die echten Scheiben in Uldaman sind deshalb mehr als Datenträger. Sie stehen für den Unterschied zwischen Vergangenheit und offizieller Erinnerung. Macht kann Denkmäler errichten, Zeugen beseitigen und eine überzeugende Version ihrer Taten speichern. Solange jedoch ein unverändertes Zeugnis bleibt, ist die Lüge nicht vollständig.

Ein zweites Erbe

Später wurden weitere, lange versiegelte Bereiche Uldamans geöffnet. Dort lagen Erinnerungen an Tyr und Hinweise, die für die Rückkehr der Drachenaspekte bedeutsam wurden. Wieder führte ein gegenwärtiger Konflikt in dieselben Hallen, und wieder zeigte sich, dass titanische Anlagen ihre Antworten selten zu dem Zeitpunkt geben, für den sie ursprünglich geschaffen wurden.

Uldaman ist darum Grab und Geburtsurkunde zugleich. In seinen Kammern schlafen Schöpfer neben ihren veränderten Geschöpfen, echte Aufzeichnungen neben den Folgen einer großen Fälschung. Wer dort nach unten steigt, sucht vielleicht Erz oder ein Artefakt. Er kehrt mit einer schwereren Erkenntnis zurück: Herkunft ist kein sauberer Anfang. Sie ist eine verschlossene Halle voller Absichten, Irrtümer und Entscheidungen, die von den Nachkommen neu gelesen werden müssen.

Quellen

Warcraft Wiki: Uldaman
Warcraft Wiki: Discs of Norgannon
Warcraft Wiki: Archaedas
Warcraft Wiki: Curse of Flesh