Der Weg nach Die Violette Festung
Die Violette Festung war Dalarans Gefängnis für Wesen, die gewöhnliche Mauern nicht halten konnten. Während des Nexuskriegs schlich Cyanigosa in Elfengestalt hinein und öffnete Portale für Malygos' Truppen. Jede gebrochene Zelle machte einen alten Fehler, ein gefangenes Verbrechen oder eine kaum beherrschte Macht zum Teil ihres Angriffs auf die Magierstadt. In Zuramat der Vernichter erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Zuramat kam nicht nach einer gewöhnlichen Verhaftung in die Violette Festung. Hundert der besten Magier Dalarans waren nötig, um den Leerenfürsten zu unterwerfen. Diese Zahl beschreibt nicht nur seine rohe Stärke. Sie zeigt, wie viel koordinierte arkane Macht die Stadt aufbringen musste, um ihn überhaupt an eine Zelle heranzuführen.
Das Schlachtfeld nach dem Sieg
Nach Zuramats Gefangennahme brauchte Dalaran doppelt so viele Menschen, um die Verwüstung des Kampfes zu beseitigen. Der Sieg hatte Leichen, zerstörte Strukturen und Spuren der Leere hinterlassen. Einsperren war hier kein sauberes Ende. Es war der Augenblick, in dem die Gefahr hinter eine Tür gebracht wurde, während zweihundert andere die Rechnung auf dem Boden lasen.
Zuramats Hunger nach Magie war so abstoßend, dass selbst der wahnsinnige Malygos davor zurückschreckte. Dennoch wollte der blaue Aspekt Dalarans Magier auslöschen. Völkermord schafft seltsame Bündnisse: Was im Frieden unvereinbar erschien, wurde plötzlich nützlich, sobald beide Seiten dieselbe Bevölkerung verschwinden sehen wollten.
Zuramat rief Leerenwachen, die in eine andere Schicht der Wirklichkeit glitten. Nur wer selbst von seinem Leerenwechsel erfasst wurde, konnte sie sehen und bekämpfen. Die unsichtbaren Diener schleuderten Schatten in die ganze Gruppe. Gefahr existierte damit auch dort, wo gewöhnliche Wahrnehmung nichts zeigte.
In die Leere gezwungen
Der Leerenfürst verschob einzelne Gegner gewaltsam in seine Ebene. Für wenige Augenblicke bedeutete die Qual zugleich Erkenntnis: Das Opfer sah nun die verborgenen Wachen. Zuramat machte Sichtbarkeit zu einem Preis, der mit Schmerz bezahlt werden musste, und trennte die Gruppe in Menschen, die dieselbe Kammer unterschiedlich wahrnahmen.
Zuramats Fall ersparte Dalaran eine zweite Schlacht von derselben Größenordnung. Die Erinnerung an seine Gefangennahme blieb dennoch wichtig. Eine Stadt kann mächtig genug sein, einen Leerenfürsten einzusperren, und trotzdem von der Entscheidung abhängen, wer seine Tür öffnet. Cyanigosa brauchte Zuramat nicht zu beherrschen. Sie musste nur den Hass freilassen, den die Mauern bereits gesammelt hatten.