Ehre und StärkeBlackmoore
Umbrelskul
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Umbrelskul

Umbrelskul, ein Sohn von Malygos und Sindragosa, berührte vor Jahrtausenden unwissentlich rohe arkane Macht. Kristalle wuchsen durch seinen Körper, und das Azurblaue Gewölbe sollte ein Heilmittel finden. Die Versiegelung beendete die Forschung, nicht seine Krankheit. Als der Drache aus der Stasis erwachte, war jeder Angriff ein Schrei gegen den Schmerz.

Der Weg nach Das Azurblaue Gewölbe

Sindragosa hatte das Azurblaue Gewölbe als Ort des Wissens, der Forschung und der Verwahrung angelegt. Nach seiner Versiegelung vergingen Jahrtausende, in denen Pflanzen weiterwuchsen, Wächter auf vergebliche Rückkehr warteten und ein kranker Drache ohne Heilung schlief. Als die Splitterflammen nach Geheimnissen über die Herkunft der Dracthyr suchten, brach in den alten Hallen alles zugleich aus Stasis und Einsamkeit hervor. In Umbrelskul nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Umbrelskul war ein Sohn Malygos' und Sindragosas. Seine Herkunft verband ihn mit zwei der bedeutendsten Gestalten des blauen Drachenschwarms, schützte ihn aber nicht vor einem einzigen unwissenden Schritt. Vor Jahrtausenden geriet er an rohe arkane Macht. Was andere Drachen erforschten und lenkten, drang ungebremst in seinen Körper ein.

Die Energie bildete kristalline Wucherungen, die sich durch Fleisch und Schuppen schoben. Umbrelskul wurde nicht nur äußerlich entstellt. Jeder neue Kristall war gespeicherte Magie und fortdauernder Schmerz. Der blaue Schwarm brachte ihn in das Azurblaue Gewölbe, weil dort Wissen, Geräte und Forscher versammelt waren, die vielleicht ein Heilmittel finden konnten.

Eine Forschung ohne Abschluss

Bevor die Arbeit vollendet war, wurde das Gewölbe versiegelt. Umbrelskul kam in Stasis und schlief weiter, während draußen Zeitalter vergingen. Die Maßnahme bewahrte sein Leben, hielt aber auch die Krankheit unverändert fest. Niemand wusste, ob eine Heilung nur Tage entfernt gewesen war oder nie gefunden worden wäre. Die geschlossene Tür machte aus dieser Ungewissheit Jahrtausende.

Als die Stasis brach, erwachte Umbrelskul nicht zu einer versammelten Familie oder zu Ärzten mit einer Lösung. Fremde standen vor ihm, die Hallen waren beschädigt und die Kristalle saßen noch immer in seinem Leib. Er rief nach seiner Mutter und schrie, dass sein Schmerz nun auch der ihrer werden solle. Der Angriff war zugleich Abwehr, Verwirrung und der Versuch, unerträgliches Leiden aus dem eigenen Körper hinauszustoßen.

Der Körper zerbricht

Bei abnehmender Kraft wurde Umbrelskul spröde. Kristalle brachen aus ihm heraus, fielen zu Boden und begannen zu zersplittern. Einige schützten sich mit harter arkaner Haut, während ihre Bruchwellen die ganze Gruppe trafen. Die Gefährten mussten die Wucherungen zerstören, obwohl jeder Schlag an ihnen wie eine verspätete, rohe Form jener Behandlung wirkte, die das Gewölbe nie beendet hatte.

Umbrelskul ließ wandernde Wirbel entstehen, stieß seine Gegner mit entfesselter Macht zurück und brüllte kristalline Energie in geraden Bahnen durch die Kammer. Der Drache beherrschte diese Magie nicht wie ein Zauberer. Sie brach aus ihm hervor. Jeder Angriff zeigte weniger, was er gelernt hatte, als das, was die Krankheit mit ihm tat.

Heilung ist nicht mehr erreichbar

Die Gefährten konnten die Kristalle zerschlagen und den Drachen besiegen, aber sie besaßen kein Heilmittel für eine jahrtausendealte arkane Durchsetzung. Umbrelskuls Tod beendete den Schmerz, nicht die Tragödie. Er war weder Herrscher des Gewölbes noch Verbündeter der Splitterflammen. Er war ein Patient, den ein versiegeltes Krankenhaus überlebt hatte, ohne je wieder behandelt zu werden.

Nach seinem Fall war das Azurblaue Gewölbe erneut zugänglich, doch sein Inhalt ließ sich nicht einfach als gerettetes Wissen feiern. Leymor, Azurklinge, Telash und Umbrelskul zeigten vier Folgen von Abwesenheit: ungebremstes Wachstum, wahnsinnig gewordene Pflicht, Misstrauen und unvollendete Heilung. Die Archive hatten viele Dinge konserviert. Verantwortung gehörte nicht automatisch dazu.