Der Weg nach Razorfen-Downs
Die Klingenhauerhügel waren ein altes Gräberfeld der Stacheleber, ein Ort, an dem die Toten des Volkes nahe bei Agamaggans Dornen ruhen sollten. Nach dem Dritten Krieg nahm Amnennar der Kältebringer die Gräber für die Geißel in Besitz. Neruber, Skelette und zusammengenähte Leiber machten aus Erinnerung einen Vorposten gegen Orgrimmar und Theramore. Zugleich versprach der Lich den bedrängten Stachelebern Macht über den Tod, obwohl jeder Gang zeigte, welchen Preis dieses Versprechen verlangte. In Tuten'kash erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Bevor die Geißel nach Kalimdor griff, kämpften Neruber im Krieg der Spinne gegen den Lichkönig. Tuten'kash verlor in diesem Konflikt sein Augenlicht. Später wurde er in den Untod gezwungen und diente gerade jener Macht, gegen die sein Volk sich so lange gewehrt hatte. Aus einem Kriegsversehrten wurde ein Kommandeur des Feindes.
Blindheit machte ihn nicht hilflos. Tuten'kash überzog sein Versteck mit feinen, beinahe unsichtbaren Fäden. Jeder Fußtritt und jede leichte Berührung lief als Schwingung zu ihm zurück. So verwandelte er die Kammer in einen erweiterten Körper. Was er nicht sehen konnte, fühlte er durch Wände, Boden und Netze.
Drei Schläge am Gong
Eindringlinge riefen ihn nicht mit einem Namen, sondern mit einem Gong. Der erste Schlag lockte Grabunholde, der zweite stärkere Grabräuber. Erst nach dem dritten verließ Tuten'kash sein tiefes Versteck. Starke Schwingungen verwirrten und erzürnten ihn zugleich. Die Prüfung bestand deshalb darin, Schicht um Schicht seiner Wahrnehmung gegen ihn zu wenden.
Seine Niederlage im alten Gräberfeld der Stacheleber verband zwei weit entfernte Tragödien. Der Krieg der Spinne hatte ihn gebrochen, die Geißel hatte ihn umgeformt, und Amnennars Feldzug brachte ihn nach Kalimdor. Tuten'kash war kein freiwilliger Missionar des Lichkönigs. Er war ein besiegter Gegner, dessen Können nach dem Tod für den nächsten Eroberungskrieg weiterverwendet wurde.