Ehre und StärkeBlackmoore
Tempelstadt En’kilah
Welt

Tempelstadt En’kilah

En’kilah ist die große Bodenfestung der Geißel in der Boreanischen Tundra. Unter Naxxanar vollzogen Hohepriester Rituale in den Spitzen von Blut, Verfall und Schmerz und bedrängten die Taunka.

Eine Stadt für die Herstellung des Todes

Im Nordosten der Boreanischen Tundra erhebt sich En’kilah hinter schweren Mauern. Ihre Zikkurate und unterirdischen Gänge tragen nerubische Formen, doch die Geißel machte den Ort zu einer eigenen Festung. Über ihr schwebte Naxxanar als Befehlsstand. Zusammen bildeten beide Anlagen das Zentrum des Angriffs auf die lebenden Siedlungen der Region.

En’kilah war nicht nur ein Lager für Soldaten. Die Hohepriester Andorath, Naferset und Talet-Kha arbeiteten in drei Spitzen, die Blut, Verfall und Schmerz geweiht waren. Dort bereiteten sie Körper, Seuchen und Magie für den Krieg vor. Die Namen der Türme beschreiben die Methode der Geißel: Sie tötete nicht nur, sondern verwandelte Leiden in Material für neue Diener.

Die Taunka an der Grenze

Südlich der Stadt lag Taunka’le, ein Dorf der Taunka. Seine Bewohner lebten schon lange mit dem harten Klima der Tundra, doch gegen eine Armee, die jeden Gefallenen zurückholen konnte, half Erfahrung allein nicht. Häuptling Wintersturm suchte Verbündete, als En’kilahs Untote immer stärker nach Süden drängten.

Horde und Allianz griffen die Tempelstadt aus unterschiedlichen Richtungen an. Um nach Naxxanar zu gelangen, mussten die drei Hohepriester besiegt und ihre Schriftrollen entschlüsselt werden. Der Angriff auf En’kilah war daher zugleich Befreiungsschlag für die Taunka und Vorbereitung auf den Kampf gegen Prinz Valanar über der Stadt.

Eine Armee ohne gemeinsamen Willen

Mit Valanars Niederlage und dem späteren Fall des Lichkönigs verlor En’kilah seine zentrale Führung. Die Untoten verschwanden jedoch nicht. Noch Jahre später krochen Geißeldiener durch die Tempel und drangen bis in das zerstörte Taunka’le vor. Ohne einen Befehlshaber waren sie weniger gefährlich als zuvor, aber keineswegs harmlos.

En’kilah zeigt den Unterschied zwischen dem Sieg über einen Herrscher und der Beseitigung seines Reiches. Nekromantie hinterlässt keine gewöhnlichen Ruinen. Ihre Wächter verrotten nicht friedlich, und ihre Werkstätten stellen den Betrieb nicht zuverlässig ein. Die Tempelstadt blieb deshalb eine offene Wunde der Boreanischen Tundra, lange nachdem die große Armee nach Eiskrone weitergezogen war.