Der Weg nach Zul'Farrak
Zul'Farrak war keine Ruine, in die zufällig Gegner einzogen, sondern die noch bewohnte Pyramidenstadt der Sandwüter. Ihre heiligen Wasser, Gräber und alten Opferstätten bewahrten Erinnerungen an eine Zeit, in der Trollreiche größere Teile von Kalimdor beherrschten. Unter Häuptling Ukorz Sandskalp wurde aus dieser Erinnerung ein gewaltsames Rückeroberungsversprechen. Tote dienten Hexendoktoren, Gefangene sollten geopfert werden, und im Herzen der Stadt schlief Gahz'rilla, eine Hydra, deren Hunger Religion und Politik zugleich zusammenhielt. In Ruuzlu erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Ruuzlu stand nicht nur als Leibwächter neben Ukorz. Er war Gefährte, Mitplaner und der Mann, dem der Häuptling zutraute, eine neue Seite sandwüterischer Geschichte mitzuschreiben. In einer Herrschaft, die sich auf frühere Größe berief, gab persönliche Verlässlichkeit dem großen Anspruch eine konkrete Stimme.
Ein Heer aus der ganzen Stadt
Der Plan griff auf alles zurück, was Zul'Farrak gefährlich machte. Skarabäen aus den alten Gräbern, die Basilisken Antu'suls und von Hexendoktoren erhobene Trollzombies sollten gemeinsam Tanaris zurückerobern. Ruuzlu dachte nicht in einzelnen Wachposten. Er sah in Tieren, Toten und Kulten Bestandteile einer Armee.
Im Kampf führte er schwere Hiebe und suchte verwundete Gegner für den letzten Schlag. Diese Direktheit passte zu Ukorz' Vorstellung, Geschichte mit schneller, blendender Gewalt zu ändern. Beide warteten nicht auf langsame Anerkennung fremder Ansprüche. Sie wollten eine Lage schaffen, in der niemand mehr stark genug wäre, ihnen zu widersprechen.
Gemeinsam vor dem Ende
Ruuzlu blieb bei Ukorz, als Eindringlinge bis zum tiefsten Herrschaftsbereich der Stadt vordrangen. Sein Tod nahm dem Häuptling die rechte Hand und den engsten Zeugen des geplanten Neubeginns. Die Niederlage zeigte, dass Loyalität einen Plan menschlicher machen kann, aber nicht gerechter. Ruuzlu war treu; das Reich, das er errichten wollte, beruhte dennoch auf Untoten, Opfern und Vertreibung.