Der Weg nach Mogu'shanpalast
Der Mogu'shanpalast war keine stille Ruine, sondern Bühne eines erneuten moguischen Machtkampfes. König Xin rief rivalisierende Klans an seinen Hof, ließ sie um Gunst wetteifern und bewahrte unter ihnen Schätze, Waffen und Erinnerungen an ein Reich, das Pandaria einst mit Sklaverei beherrscht hatte. Als Fremde die Hallen betraten, wurde aus höfischer Rivalität ein blutiger Beweis dafür, wie wenig die Mogu aus dem Fall ihres alten Imperiums gelernt hatten. In Die Prüfung des Königs nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.
Die Klans Harthak, Gurthan und Korgesh reisten zum Mogu'shanpalast, weil jeder von ihnen Xins Gunst und einen Platz an der Spitze des wiedererstarkenden Volkes beanspruchte. Sie sprachen von der Größe der Ahnen, doch ihre gemeinsame Vergangenheit verband sie weniger als der Wunsch, den anderen Klans jede Würde abzusprechen. Der Palast wurde zum überfüllten Hof einer Herrschaft, die Einheit forderte und Rivalität als Unterhaltung benutzte.
Ming und die Kunst der Harthak
Ming der Verschlagene führte den Klan Harthak, dessen Kämpfer Wind und Blitz beherrschten. Er rief wirbelnde Luft in die Arena und zog Gegner in ein magnetisches Feld, in dem Nähe zur Gefahr wurde. Mings Stolz lag im Glauben, die Harthak bewahrten die wahrsten Wege der alten Mogu. List bedeutete für ihn nicht Zweifel an diesem Anspruch, sondern die Fähigkeit, ihn mit beweglicher Magie durchzusetzen.
Kuai der Grobian vertrat den Klan Gurthan, der Faustwaffen und seine Quilen-Gefährten schätzte. An seiner Seite kämpfte Mu'Shiba, loyal bis zu Kuais Niederlage. Der Quilen stürzte sich auf einzelne Gegner, während Kuai Schockwellen über den Boden jagte. Zwischen beiden bestand mehr Verlässlichkeit als zwischen den drei Klanführern, denn Mu'Shiba musste seine Treue nicht mit jeder neuen Beleidigung beweisen.
Haiyans unaufhaltsames Feuer
Haiyan der Unaufhaltsame führte den Klan Korgesh, dessen Krieger schwere Waffen und Feuermagie bevorzugten. Er schleuderte Meteore, deren Wucht nur gemeinsam getragen werden konnte, und ließ Flammen von einem Körper auf den nächsten springen. Für Haiyan galt Stärke als einziges Recht auf Nähe zum König. Wer unter seinem Schlag fiel, bestätigte in seinen Augen nur, dass er niemals dorthin gehört hatte.
Als Fremde die Halle erreichten, erklärte Xin seine Wachen und die drei Klans für nutzlos. Dann bot er ihnen eine Gelegenheit zur Wiedergutmachung: Wer die Köpfe der Eindringlinge brachte, sollte seine Gunst gewinnen. Der König löste die Rivalität nicht. Er gab ihr ein Ziel und verwandelte Menschenleben in Münzen einer höfischen Rangordnung.
Niederlage gebiert neue Anschuldigungen
Nachdem alle drei Anführer bezwungen waren, suchten sie den Grund nicht bei sich. Jeder beschuldigte einen anderen Klan, die Fremden als Werkzeug eingeschleust zu haben. Aus der gemeinsamen Niederlage entstand kein gemeinsames Verständnis, sondern eine Schlägerei ihrer Gefolgsleute. So endete die Prüfung in genau jener offenen Gewalt, die sie angeblich vermeiden sollte.
Die Prüfung des Königs zeigte die Schwäche hinter Xins Hof. Die Mogu beschworen ein altes Imperium, waren aber nicht bereit, Macht zu teilen oder Vertrauen aufzubauen. Jeder Klan wollte herrschen, keiner wollte Teil eines größeren Ganzen sein. Die Eindringlinge mussten diese Ordnung nicht vollständig zerstören. Ein einziger Anstoß genügte, damit sie sich selbst in drei Richtungen zerriss.