Ehre und StärkeBlackmoore
Patrouillenoffizier Gerdo
Bosse

Patrouillenoffizier Gerdo

Gerdo hatte sein Leben dem Frieden innerhalb Suramars gewidmet. Die Ankunft der Legion beunruhigte ihn, doch sein Vertrauen in Elisande blieb stärker. Am Abend der entscheidenden Versammlung prüfte er Zugangsberechtigungen, sperrte Straßen und hielt jeden ungeladenen Bürger für eine Gefahr, selbst wenn dieser die Stadt retten wollte.

Der Weg nach Der Hof der Sterne

Im Hof der Sterne verbarg sich Suramars Krieg hinter höfischer Ordnung. Die Nachtsüchtigen schmuggelten sich in eine Versammlung, auf der Elisandes Bündnis mit der Legion gefestigt werden sollte. Dämmerwache, eredarische Aufseher und die Erste Klinge der Großmagistrix schützten ein Fest, dessen Gäste lächelten, während Verrat, Angst und Widerstand zwischen ihnen nach dem richtigen Gesicht suchten. In Patrouillenoffizier Gerdo nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Gerdo war nicht erst mit der Legion zum Wächter geworden. Als Hauptmann der Dämmerwache kannte er Suramars Straßen, Gewohnheiten und die feinen Grenzen zwischen Ordnung und Aufruhr. Er betrachtete Frieden als Ergebnis täglicher Aufmerksamkeit. Ein unbeachtetes Tor oder ein falscher Name konnten in einer abgeschirmten Stadt gefährlicher sein als ein offener Angriff.

Unruhe unter dem neuen Bündnis

Seit Dämonen in Suramar auftraten, spürte Gerdo, dass sich etwas verändert hatte. Die Legion passte nicht zu der Ordnung, die er schützen wollte. Trotzdem hielt er an Elisande fest. Die Großmagistrix hatte die Stadt über Generationen bewahrt, und Gerdo glaubte, ihre Erfahrung müsse weiter reichen als sein Unbehagen.

Für die Versammlung im Anwesen erhielt Gerdo einen klaren Auftrag: Niemand ohne korrekte Berechtigung durfte passieren. Die Nachtsüchtigen mussten deshalb nicht wie eine Armee angreifen, sondern Rollen, Kleidung und Wege der Stadt verstehen. Der erste Gegner war eine Verwaltung, die jeden bekannten Bürger schützen wollte und gerade dadurch den tatsächlichen Verrat im Inneren abschirmte.

Straßen werden zu einem Schloss

Gerdo aktivierte Signalfeuer, rief Wachen und legte arkane Sperren über seine Gegner. Jeder Teil des Platzes gehörte zu einem Sicherheitssystem. Wer die Signale vorher sabotierte, nahm ihm Verstärkung. Die Verteidiger konnten seine Ordnung nicht nur mit Gewalt brechen; sie mussten erkennen, welche kleinen Einrichtungen den ganzen Apparat miteinander verbanden.

Wenn der Kampf zu lange dauerte, griff Gerdo zu einem vorbereiteten Trank und steigerte seine Kraft erheblich. Auch dieser scheinbar persönliche Vorteil gehörte zur Planung der Versammlung. Doch ein zugängliches Fläschchen konnte manipuliert werden. In Suramar entschied nicht nur, wer stärker war, sondern wer vor Beginn des offenen Kampfes genauer hingesehen hatte.

Loyalität schützt das falsche Fest

Gerdo fiel in Erfüllung einer Pflicht, die er für den Schutz Suramars hielt. Seine Zweifel hatten nicht ausgereicht, die Befehle neu zu prüfen. Hinter ihm feierten Adlige mit Dämonen, während Widerständler als Eindringlinge galten. Seine Geschichte zeigt, wie anständige Hingabe zum Werkzeug einer schlechten Entscheidung werden kann, wenn Treue jede Beobachtung überstimmt.