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Mar'at
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Mar'at

Mar'at ist eine Hafenstadt der Ramkahen am Vir'naalsee. Der ruhige Handelsort überdauerte den Krieg gegen die Neferset, wurde Jahre später jedoch von N'Zoths K'thir unterworfen und mit schwarzen Obelisken in ein Zentrum der Leerenverderbnis verwandelt.

Der Hafen am Vir'naalsee

Mar'at liegt am westlichen Ufer des Vir'naalsees. Schiffe verbinden die kleine Stadt mit den Siedlungen entlang des Flusses und mit den Wegen, die weiter nach Ramkahen führen. Die Gebäude folgen der steinernen Architektur der Tol'vir, doch der Hafen zeigt zugleich, dass ihr Leben in Uldum längst mehr umfasste als die Bewachung titanischer Anlagen. Fischer, Händler und Handwerker lebten hier von einem Gewässer, das die Wüste mit Nahrung und Verkehrswegen versorgte.

Während des Krieges gegen die Neferset gehörte Mar'at zum Gebiet der Ramkahen. Die Stadt lag nicht im Mittelpunkt der großen Schlachten, aber ihre Schiffe und Vorräte waren Teil jener Gesellschaft, die König Phaoris gegen Todesschwinges Angebot verteidigte. Gerade solche Orte machten verständlich, was auf dem Spiel stand. Ramkahen kämpfte nicht nur um eine Krone oder um alte Maschinen, sondern um Städte, in denen Tol'vir ein eigenes sterbliches Leben aufgebaut hatten.

N'Zoths Angriff erreicht die Stadt

Jahre nach Todesschwinges Fall kehrte der Krieg nach Uldum zurück. N'Zoths Kräfte griffen die Region an, weil die dortigen Titanenanlagen für seinen Feldzug von großer Bedeutung waren. K'thir drangen in Mar'at ein und unterwarfen die Bewohner. Schwarze Obelisken wurden errichtet, durch die der Einfluss des Alten Gottes sichtbar und spürbar wurde. Der Hafen, der sonst Bewegung und Handel ermöglicht hatte, geriet unter eine Macht, die Gedanken und Willen ihrer Opfer verformte.

Die Unterwerfung Mar'ats zeigte, wie N'Zoth vorging. Seine Armeen mussten nicht jede Stadt vollständig zerstören. Es genügte, ihre Bewohner zu brechen, Zeichen seiner Herrschaft zu errichten und einen vertrauten Ort gegen sein eigenes Umland zu wenden. Die Ramkahen und ihre Verbündeten mussten Mar'at deshalb nicht nur militärisch zurückgewinnen. Sie mussten Menschen befreien, deren Wahrnehmung und Entscheidungen bereits angegriffen worden waren.

Ein kleiner Ort in zwei großen Kriegen

Mar'at überstand die Angriffe und blieb als Siedlung bestehen. Seine Geschichte verbindet zwei Epochen Uldums. Während des Kataklysmus stand der Hafen für das selbstbestimmte Leben der Ramkahen, das die Neferset im Namen Todesschwinges bedrohten. Beim Angriff N'Zoths wurde derselbe Alltag unmittelbar von der Leere besetzt.

Der Ort zeigt damit, dass kosmische Kriege nicht nur in Tempeln und Thronsälen entschieden werden. Sie erreichen auch einen Kai, an dem Händler ihre Waren entladen, Familien auf zurückkehrende Schiffe warten und Wachen eine überschaubare Stadt schützen. Für die Bewohner Mar'ats war die Leere keine Theorie über mögliche Zukünfte. Sie stand in Form schwarzer Obelisken zwischen ihren Häusern und nahm ihnen die Freiheit, über ihre eigene Gegenwart zu bestimmen.