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Ramkahen
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Ramkahen

Ramkahen ist Stadt und Stamm der fleischgewordenen Tol'vir in Uldum. König Phaoris verweigert Todesschwinge und Al'Akir die Unterwerfung, während die Neferset ihre steinernen Körper zurückerhalten und dafür ihren freien Willen preisgeben.

Die Erben der titanischen Wächter

Ramkahen liegt an einer Flussgabelung im nördlichen Uldum. Die Stadt gehört den Tol'vir, katzenartigen Wächtern, die von den Titanen geschaffen wurden. Ihre Vorfahren besaßen Körper aus Stein und sollten die Anlagen Uldums schützen. Der Fluch des Fleisches verwandelte viele von ihnen über lange Zeit in sterbliche Wesen. Sie konnten altern, erkranken und sterben, gewannen aber zugleich ein Leben, das nicht mehr vollständig durch den Auftrag ihrer Schöpfer bestimmt war.

Drei große Tol'virstämme prägten Uldum: Ramkahen, Neferset und Orsis. Ramkahen wurde unter König Phaoris zum wichtigsten politischen Zentrum. Die Stadt bewahrte titanische Traditionen, doch ihre Bewohner verstanden sich nicht bloß als Maschinen, die einen alten Befehl auszuführen hatten. Familien, Handel und eigene Entscheidungen hatten ihre Gesellschaft verändert. Diese Entwicklung wurde entscheidend, als Todesschwinge und Al'Akir ihnen anboten, den Fluch rückgängig zu machen.

Die Verlockung des steinernen Körpers

Die Neferset nahmen das Angebot an. Ihre steinernen Leiber kehrten zurück, doch der Preis war Gefolgschaft gegenüber Todesschwinge und dem Elementarfürsten der Luft. Orsis verweigerte sich und wurde durch einen gewaltigen Sandsturm zerstört. Ramkahen stand danach vor derselben Wahl: körperliche Unvergänglichkeit unter fremder Herrschaft oder die verletzliche Freiheit der Sterblichen. Phaoris entschied sich gegen das Angebot.

Diese Entscheidung führte zum Bürgerkrieg. Nefersettruppen griffen Ramkahen an und versuchten, die Stadt zu unterwerfen. Phaoris nahm Hilfe von Fremden an, die wegen des Kataklysmus nach Uldum gekommen waren. Gemeinsam verteidigten sie die Stadt, suchten Verbündete unter den übrigen Tol'vir und stellten sich den Dienern Al'Akirs. Der Kampf zeigte, dass die sterblichen Körper der Ramkahen keine Schwäche waren, die jede andere Freiheit bedeutungslos machte.

Vom Wüstenreich zum Uldumabkommen

Nach dem Sieg blieb Ramkahen die bedeutendste Tol'virstadt Uldums. Jahre später bedrohten die Amathet und die Diener N'Zoths die Region. König Phaoris schloss sich mit Forschern, Abenteurern und anderen Verteidigern zum Uldumabkommen zusammen. Er handelte damit erneut gegen die Vorstellung, sein Volk müsse allein auskommen, um seine Würde zu bewahren. Die Bedrohungen waren größer geworden, und Uldums titanische Anlagen konnten nicht von einer einzigen Stadt geschützt werden.

Ramkahen bewahrt deshalb zwei miteinander verbundene Entscheidungen. Zuerst wählten seine Bewohner Sterblichkeit statt gehorsamer Unvergänglichkeit. Später wählten sie Zusammenarbeit statt stolzer Isolation. Die Stadt blieb ihrem titanischen Erbe verpflichtet, aber sie behandelte dieses Erbe nicht als unveränderlichen Befehl. Phaoris und sein Volk entschieden selbst, wie Schutz, Freiheit und Verantwortung in ihrer Gegenwart aussehen sollten.