Energie in einer zerbrochenen Region
Der Nethersturm war nach Draenors Zerbrechen kaum noch ein zusammenhängendes Land. Inseln schwebten im Nether, magische Stürme zogen über die Ruinen, und arkaner Strom lag beinahe offen in der Umgebung. Für Kael'thas und seine Sonnenzornblutelfen war diese Verwüstung keine Warnung, sondern eine Quelle von Macht.
Sie errichteten mehrere Manaschmieden, die Energie aus der Region zogen, bündelten und weiterleiteten. B'naar gehörte zu diesem Netz. Maschinen, Kristalle und Gefäße verwandelten die rohe Kraft des Nethersturm in einen kontrollierbaren Vorrat.
Kael'thas' Versprechen und sein Preis
Kael'thas hatte sein Volk nach der Zerstörung des Sonnenbrunnens retten wollen. Der Hunger nach Magie war real, und Illidan hatte ihm zunächst einen Weg gezeigt, mit diesem Verlust umzugehen. Doch in der Scherbenwelt wurde aus der Suche nach Heilung immer häufiger die Jagd nach größerer Macht. Die Manaschmieden dienten nicht der freien Versorgung der Blutelfen in Quel'Thalas. Sie stärkten Kael'thas' Armee und seine neuen Pläne.
Viele Sonnenzornblutelfen folgten ihm aus Loyalität, Verzweiflung oder Ehrgeiz. In B'naar arbeiteten sie an einer Anlage, deren Betrieb das instabile Land weiter belastete. Die Grenze zwischen Überleben und Ausbeutung war längst überschritten.
Der Nethersturm wird zur Ressource
B'naar macht sichtbar, wie Kael'thas die Scherbenwelt betrachtete. Ihre Ruinen, Energien und überlebenden Bewohner wurden zu Mitteln für ein Ziel, das sich immer weiter von der Rettung seines Volkes entfernte. Selbst eine zerstörte Welt konnte in dieser Logik noch nicht genug verloren haben.
Der Kampf gegen die Manaschmiede richtete sich daher gegen mehr als eine einzelne Anlage. Solange das Netz weiterarbeitete, floss Macht an Kael'thas und seine Verbündeten. Mit jeder stillgelegten Schmiede wurde zugleich die Vorstellung angegriffen, dass der Nethersturm niemandem mehr gehöre und deshalb ohne Rücksicht ausgebeutet werden dürfe.