Ehre und StärkeBlackmoore
Magister Kalendris
Bosse

Magister Kalendris

Kalendris war einer von Tortheldrins treuesten Magistern. Als der Prinz die Tötung eines Großteils der Shen'dralar befahl, ermordete er viele überraschte Untertanen ohne Zögern. Ein zum Tod bestimmter Elf verwundete ihn tödlich, doch selbst als Geist verteidigte Kalendris weiter die Herrschaft, für die er sein eigenes Volk abgeschlachtet hatte.

Der Weg nach Düsterbruch

Düsterbruch war einst Eldre'Thalas, das abgeschiedene Archiv von Azsharas Hochgeborenen. Im Westflügel überlebten die Shen'dralar den Großen Bruch, indem sie Immol'thar in einem Feld aus fünf Pylonen fesselten und seine Energie für Magie und Unsterblichkeit aussaugten. Als der Dämon schwächer wurde, verwandelte Prinz Tortheldrin den eigenen Hof in eine Auswahl zwischen Gehorsam, Mord und einem Tod, der selbst die Seele nicht freigab. In Magister Kalendris erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Kalendris gehörte zu den engsten und zuverlässigsten Leutnants Prinz Tortheldrins. In Eldre'Thalas bedeutete der Rang eines Magisters Zugang zu Wissen und arkaner Macht, die außerhalb der Ruinen längst verloren geglaubt waren. Der Prinz brauchte jedoch nicht nur Gelehrte. Er brauchte Männer, die seine Entscheidungen ausführten, wenn kein Gesetz außer seinem Willen mehr bestand.

Immol'thar wird schwächer

Die Shen'dralar hatten fast zehntausend Jahre von Immol'thars gefesselter Energie gelebt. Als Pylonen und Dämon nachließen, reichte die Kraft nicht mehr für alle. Tortheldrin entschied, den Verbrauch zu senken, indem er Verbraucher beseitigte. Aus einem magischen Problem wurde ein Todesurteil für den größeren Teil seiner Untertanen.

Kalendris erhielt den Auftrag, ahnungslose Shen'dralar zu töten. Er zögerte nicht. Freunde, Gelehrte und Hofangehörige wurden zu Hindernissen zwischen dem Prinzen und der verbleibenden Energie. Kalendris' Loyalität bewies sich darin, dass er die gemeinsame Kultur nicht gegen ihren Herrscher verteidigte, sondern den Herrscher gegen ihre Bewohner.

Ein Opfer schlägt zurück

Nicht alle zum Tod Bestimmten starben wehrlos. In einem schweren Kampf fügte einer von ihnen Kalendris eine tödliche Wunde zu. Der Magister konnte viele überraschen und ermorden, doch wenigstens ein Opfer zwang ihn, den Preis seines Gehorsams selbst zu tragen.

Kalendris' Geist blieb in den Hauptgärten und verteidigte Tortheldrins Ordnung weiter. Schattenmagie, Gedankenkontrolle und arkane Gewalt machten ihn auch ohne lebenden Körper gefährlich. Der Tod befreite ihn nicht von der Loyalität, die ihn zum Mörder gemacht hatte. Vielleicht war dies eigener Wille, vielleicht Bindung; sicher ist nur, dass sein Dienst fortbestand.

Der Vollstrecker wird Teil des Mausoleums

Mit Kalendris' Niederlage fiel einer der Männer, die aus Eldre'Thalas ein Grab für die eigenen Bewohner gemacht hatten. Er hatte geglaubt, durch Mord die wenigen Auserwählten und ihre Kultur zu bewahren. Am Ende blieb er selbst nur als Geist in den Hallen, die seine Taten geleert hatten.