Der Weg nach Schattenmondgrabstätte
Die Begräbnisstätten des Schattenmondklans waren einst ein Ort, an dem die Orcs ihren Ahnen naheblieben und die Bewegungen von Sternen und Monden deuteten. Ner'zhuls Bund mit der Leere verwandelte diese Nähe in Ausbeutung. Geister wurden angelockt, Realität aufgerissen und die Toten als Kraftquelle für einen Häuptling benutzt, der unter dem Druck der Eisernen Horde nach einer Macht griff, deren Hunger weit größer war als sein eigener Plan. In Knochenschlund nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.
Tief unter dem Schattenmondtal lebte Knochenschlund in Höhlen, in die kaum natürliches Licht fiel. Als Aaswurm ernährte er sich von Toten und dem Verfall, der andere Wesen fernhielt. Seine Größe verriet, wie lange und reichlich diese Nahrung bereits vorhanden gewesen sein musste.
Die Reste dunkler Rituale
Ner'zhuls Anhänger hinterließen nach ihren Ritualen Leichname und verbrauchte Körper. Knochenschlund fraß, was sie nicht mehr brauchten. Der Kult musste keine Gräber schließen oder Spuren beseitigen, während der Wurm beständig Nahrung erhielt. Aus Abfall und Hunger entstand eine Beziehung, die keiner feierlichen Beschwörung bedurfte.
Im Gegenzug versperrte Knochenschlund den Weg zu Ner'zhuls inneren Kammern. Ob er einen bewussten Vertrag verstand oder nur dort blieb, wo Nahrung regelmäßig kam, war für Eindringlinge bedeutungslos. Sein gewaltiger Körper füllte den Zugang, und jeder Feind des Kultes wurde zugleich zur nächsten möglichen Mahlzeit.
Kleinere Würmer aus der Tiefe
Während Knochenschlund seinen Leib über die Plattform schlug, stiegen weitere Aaswürmer aus den Abgründen. Die Höhle gehörte nicht nur einem einzelnen Tier. Sie war ein ganzes System, das von den Toten des Kultes lebte. Jeder kleinere Wurm zeigte, dass die Symbiose bereits Nachwuchs und dauerhafte Gewohnheit hervorgebracht hatte.
Knochenschlund spie zähe nekrotische Masse über den Boden und versuchte später, alle Gegner in sein Maul zu saugen. Ausgerechnet die schädliche Masse bot genügend Halt gegen den Sog. Die Wahl war bitter: Schmerz bewusst betreten oder vollständig verschlungen werden. Überleben bedeutete, die kleinere Gefahr anzunehmen, ohne sie mit Sicherheit zu verwechseln.
Der Kreislauf aus Ritual und Aas endet
Mit Knochenschlunds Tod verlor Ner'zhul den lebenden Verschluss seines Heiligtums. Der Wurm war nicht der Urheber der dunklen Rituale, aber er hatte von jedem Opfer profitiert und die Täter geschützt. Sein Ende durchbrach einen Kreislauf, in dem der Kult Tote erzeugte, der Aaswurm ihre Spuren fraß und seine wachsende Stärke anschließend neue Eindringlinge tötete.