Ehre und StärkeBlackmoore
Jäger Altimor
Bosse

Jäger Altimor

Jäger Altimor stellte Graf Denathrius die erlesensten Jagdbestien bereit. Margore, Bargast und Hecutis waren drei Gargone, die länger abgerichtet worden waren, als die meisten Bestien überhaupt lebten. Mit ihnen verkörperte Altimor die Vorliebe seines Herrn für Jagd, Kontrolle und grausame Unterhaltung.

Der Jäger des Grafen

Denathrius inszenierte Macht gern als höfisches Vergnügen. Jagden boten ihm die Gelegenheit, Beute auszuwählen, Gefolgsleute zu prüfen und Gewalt als Privileg des Adels erscheinen zu lassen. Altimor sorgte dafür, dass seinem Herrn dafür keine gewöhnlichen Tiere vorgeführt wurden. Er suchte Kreaturen, die selbst erfahrene Kämpfer bedrohten, und formte aus ihnen ein Rudel.

Margore, Bargast und Hecutis waren Gargone, die Altimor über lange Zeit abgerichtet hatte. Altimor hielt sie nicht als Gefährten im menschlichen Sinn. Er kannte ihre Instinkte, lenkte ihren Zorn und setzte jede Bestie dort ein, wo ihre besondere Stärke am meisten Schaden anrichtete.

Treue als Handwerk

Altimors Stellung beruhte auf Können und Gehorsam. Am Hof von Nathria überlebte niemand lange, der Denathrius enttäuschte. Der Jäger hatte gelernt, die Wünsche seines Herrn vorauszusehen und selbst widerspenstige Kreaturen in ein System aus Befehl und Strafe einzupassen. Seine Arbeit spiegelte im Kleinen die Herrschaft des Grafen über Revendreth.

Als Prinz Renathal den Aufstand begann, stellte Altimor seine Fähigkeiten nicht infrage. Für ihn waren die Eindringlinge neue Beute. Die Tiere, die sonst der Unterhaltung des Hofes dienten, wurden zur Verteidigung der Festung freigelassen. Altimor blieb hinter ihnen, beobachtete ihre Bewegungen und lenkte sie gegen jene, die Denathrius entmachten wollten.

Margore, Bargast und Hecutis

Der Kampf zeigte, wie eng der Jäger mit seinem Rudel verbunden war. Fiel eine Bestie, endete ihr Einfluss nicht sofort. Ein Teil ihrer Kraft und ihrer Wut ging auf Altimor über. Damit wurde jeder Erfolg gegen das Rudel zugleich zu einer neuen Gefahr. Die Angreifer mussten nicht nur drei verschiedene Tiere bezwingen, sondern verhindern, dass deren Tod den Jäger unkontrollierbar machte.

Margore griff mit roher Gewalt an, Bargast zerriss die Grenze zwischen Körper und Schatten, und Hecutis verwandelte Gewicht und Stein in eine langsam wachsende Bedrohung. Altimor kannte ihre Eigenheiten genau. Erst als seine Gegner diese Unterschiede verstanden und das Rudel voneinander trennten, brach die Ordnung seiner Jagd zusammen.

Das Ende einer höfischen Jagd

Altimor und seine Tiere wurden besiegt. Der Weg tiefer in Nathria war frei, doch der Kampf hatte bereits gezeigt, wie Denathrius seine Umgebung behandelte: Wesen waren nützlich, solange sie funktionierten. Ob Venthyr, Gargone oder gefangene Seele spielte dabei kaum eine Rolle.

Altimor war weder großer Politiker noch kosmischer Verschwörer. Seine Bedeutung liegt darin, wie selbstverständlich er das System des Grafen ausführte. Er machte aus Dressur eine Form der Herrschaft und aus Jagd ein Bild für Revendreth selbst: Denathrius bestimmte, wer Jäger sein durfte und wer als Beute endete.