Ein Grubenlord unter Strafe
Grubenlords wie Mannoroth oder Magtheridon führten Legionstruppen durch Gewalt und Einschüchterung. Goroth gehörte derselben dämonischen Art an, hatte seine Herren jedoch durch frühere Fehlschläge enttäuscht. Die Legion vergaß solche Niederlagen nicht. Sengende Wunden überzogen seinen Körper und hielten ihn in beständiger Qual.
Als die Legion das Grabmal des Sargeras besetzte, stellte sie Goroth an den Beginn der Verteidigung. Hinter ihm lagen alte elunische Hallen, überflutete Gänge und die Kammer des Avatars. Wer die Säulen der Schöpfung einsetzen und den Riss schließen wollte, musste zuerst an dem bestraften Grubenlord vorbei.
Schmerz als Kampfweise
Goroths Körper knackte und glühte bei jeder Bewegung. Er ließ Felsspitzen aus dem Boden brechen und entlud seine Hitze in einem Feuersturm, vor dem nur diese Hindernisse Schutz boten. Die Strafe der Legion hatte ihn nicht gefügig oder demütig gemacht. Sie hatte seinen Schmerz in eine Quelle immer neuer Gewalt verwandelt.
Goroths Anwesenheit zeigte, wie vollständig das Grabmal entweiht worden war. Ein Ort, der einst Elune geweiht und später zum Gefängnis des Avatars geworden war, diente nun als Aufmarschgebiet einer Dämonenarmee. Der Grubenlord war das erste sichtbare Zeichen dafür, dass die Legion jede Geschichte eines Ortes durch ihre eigene Kriegsordnung ersetzen wollte.
Der erste Riegel bricht
Goroths Niederlage öffnete die Wege in die natürlichen Höhlen und alten Tempelbereiche unter dem Grabmal. Sie beendete weder die Invasion noch seine persönliche Qual auf versöhnliche Weise. Sie entfernte einen Wächter, den die Legion zugleich bestraft und benutzt hatte, und zeigte damit früh, wie wenig selbst mächtige Dämonen ihrer Armee wert waren.