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Gallagio
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Gallagio

Das Gallagio ist Gallywix' gewaltige Vergnügungsfestung in Lorenhall. Kasino, Geschäftszentrum und Machtsymbol verschmelzen dort zu einem Gebäude, das erst seine Herrschaft verkörpert und nach seinem Tod selbst zum Gegenstand eines Erbstreits wird.

Gallywix baut sich ein Denkmal

Das Gallagio erhebt sich über Lorenhall, der unterirdischen Hauptstadt der Goblins. Jastor Gallywix ließ das größte Gebäude der Stadt nicht als Rathaus oder Tempel gestalten, sondern als Vergnügungsfestung. Im unteren Stockwerk liefen Glücksspiele, Kartenrunden und Automaten. Darüber lagen Büros, private Bereiche und die Einrichtungen eines Mannes, der politischen Einfluss, Unterhaltung und Geschäft nie voneinander trennte.

Für Gallywix war Reichtum kein Mittel zu einem ruhigeren Leben. Er benutzte ihn, um Abhängigkeit sichtbar zu machen. Wer im Gallagio spielte, verhandelte oder um Zugang bat, betrat einen Raum, dessen Größe bereits erklärte, wer die Regeln bestimmte. Das Gebäude fasste seine Vorstellung von Lorenhall zusammen: Die Stadt war ein Markt, ihre Bewohner waren Kunden oder Angestellte, und an der Spitze jedes Geschäfts sollte am Ende sein eigener Name stehen.

Vergnügen über einer ausgebeuteten Stadt

Der Glanz des Gallagios beruhte auf einer Stadt, in der Kartelle, Schulden und Arbeitsverträge über das Leben vieler Goblins entschieden. Lorenhall war aus den alten Kaja'mitminen unter Kezan hervorgegangen. Einst hatten die Zandalari dort Goblins versklavt, bis das Erz ihre Intelligenz steigerte und sie sich befreiten. Jahrtausende später trugen die Bewohner keine zandalischen Ketten mehr, doch mächtige Handelsprinzen hatten neue Formen der Abhängigkeit geschaffen.

Gallywix verstand diese Ordnung besonders gut. Er hatte bereits auf Kezan versucht, sein eigenes Volk während der Katastrophe zu verkaufen. In Lorenhall stützte er sich auf die Venture Company und die Dunkelschmelze, bezahlte Loyalität und behandelte Widerstand als geschäftliche Störung. Das Gallagio war deshalb nicht nur ein farbenfrohes Kasino. Sein Luxus zeigte, wie weit sich ein Herrscher vom Alltag jener entfernt hatte, deren Arbeit ihn finanzierte.

Der Aufstand erreicht das Kasino

Gazlowe, Renzik und die verbündeten Kartelle stellten sich Gallywix entgegen, als sein Bündnis mit Xal'atath und seine Herrschaft über Lorenhall nicht mehr hinnehmbar waren. Der Kampf um die Stadt führte schließlich bis zu seinen wichtigsten Einrichtungen. Gallywix setzte Technik, Söldner und die Ressourcen der Dunkelschmelze ein, um seine Stellung zu bewahren. Renzik bezahlte den Widerstand mit seinem Leben, doch die Rebellion ließ sich nicht mehr in ein weiteres Geschäft verwandeln.

Gallywix fiel, und mit ihm verlor das Gallagio seinen Schöpfer. Die Befreiung Lorenhalls löste jedoch nicht automatisch jede Frage. Gebäude, Angestellte und laufende Geschäfte bestanden weiter. Gerade weil Gallywix Politik und Privatbesitz miteinander vermischt hatte, musste nach seinem Tod neu entschieden werden, wem seine Einrichtungen gehörten und ob sie in derselben Form weitergeführt werden konnten.

Ein Erbe wechselt den Besitzer

Zunächst erbte Gallywix' Neffe Rosebud das Gallagio. Seine Stellung hielt nicht lange. Tarbonara Zischkurbel ließ ihn ermorden und versuchte, das Kasino an sich zu bringen. Wieder wurde das Gebäude zum Mittelpunkt eines Machtkampfs, in dem Besitz wichtiger erschien als die Bewohner der Stadt. Die geplante Versteigerung hätte Gallywix' Festung lediglich einem neuen Eigentümer übergeben, ohne ihre Bedeutung für Lorenhall zu verändern.

Marty Zoomcart verhinderte den Verkauf und übernahm schließlich die Leitung. Damit begann für das Gallagio eine neue Zeit, auch wenn Spielautomaten, Büros und Vergnügungsangebote blieben. Das Gebäude konnte seine Vergangenheit nicht abstreifen. Jede Etage erinnerte an Gallywix' Versuch, eine ganze Stadt wie persönlichen Besitz zu behandeln. Seine weitere Nutzung musste deshalb zeigen, ob Lorenhall wirklich eine andere Ordnung gefunden hatte oder nur den Namen über der Eingangstür austauschte.