Der Weg nach Der Flammenschlund
Unter Orgrimmar öffnet sich der Flammenschlund wie eine glühende Wunde. Troggs drangen aus den Tiefen herauf, während der Kult der Sengenden Klinge die abgelegenen Höhlen für Dämonenmagie und Pläne gegen Thralls junge Horde nutzte. Jeder Gegner dort gehört deshalb zu einem Krieg, den die Stadt über sich zunächst kaum bemerkte. In Flintauge erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Flintauge brauchte keinen Kult und keine große Verschwörung, um gefährlich zu sein. Er gehörte zu den Troggs, die sich durch das Gestein unter Orgrimmar bewegten und in den heißen Höhlen einen eigenen Lebensraum fanden. Für die Bewohner über ihm war er ein Eindringling; aus seiner Sicht waren die neu errichteten Mauern der Orcs vermutlich nur die jüngste Schicht über älteren Tunneln.
Ein erster Wächter ohne Auftrag
Am Beginn des alten Flammenschlunds stand Flintauge wie eine Warnung vor allem, was tiefer wartete. Er bewachte keinen heiligen Gegenstand und folgte keinem bekannten Befehl. Seine Stärke lag gerade in dieser Schlichtheit: Wer den Kult der Sengenden Klinge erreichen wollte, musste zunächst an einem Wesen vorbei, das den Ort aus unmittelbarem Revierinstinkt verteidigte.
Flintauges Kampf kannte keine kunstvolle Dämonenmagie. Stein, Muskeln und die Enge der Gänge genügten. Damit setzte er den Maßstab des Ortes: Der Flammenschlund war nicht nur ein verborgenes Hauptquartier, sondern eine natürliche Tiefe, deren Bewohner sich nicht um die politischen Gründe eines Eindringens kümmerten.
Was von Flintauge blieb
Später lag sein Leichnam noch immer in der Höhle und diente Adarogg als Nahrung. Dieses unscheinbare Ende erzählt mehr über den Flammenschlund als ein Denkmal es könnte. Unter Orgrimmar wechselten Kulte und Gegner, doch die Höhle verwertete jeden Gefallenen. Flintauge wurde vom ersten Hindernis zum Teil jenes Kreislaufs, den kein Sieg vollständig beseitigte.