Ein Drache unter fremdem Willen
Feuerkralle gehörte zum schwarzen Drachenschwarm, doch in Nefarians Hort war selbst diese Herkunft kein Schutz vor Unterwerfung. Orcische Aufseher hielten ihn mit einer Beherrschungskugel gefangen. Sein Körper und sein Feuer wurden benutzt, um die große Brutkammer zu bewachen. Der Beiname der Ungezähmte wirkte dabei bitter: Die Gewalt des Drachen blieb wild, sein Wille jedoch war gebunden.
Rund um Feuerkralle lagerten unzählige Dracheneier. Nefarian brauchte die Brut für seine Armee und für jene Experimente, mit denen er die Kräfte verschiedener Schwärme verbinden wollte. Ein unkontrollierter Kampf hätte die Kammer in ein Nest aus frisch geschlüpften Drachen verwandelt. Deshalb musste dieselbe Kugel, die Feuerkralle knechtete, gegen Nefarians Zuchtanlage eingesetzt werden.
Befreiung ohne Rettung
Als die Kontrolle der Aufseher brach, wurde Feuerkralle nicht zu einem dankbaren Verbündeten. Jahre der Gefangenschaft und der magischen Beherrschung ließen nur Zorn zurück. Er wandte sich gegen alles in seiner Nähe. Seine Niederlage beendete das Leiden des gefesselten Drachen, konnte ihm aber kein Leben außerhalb von Nefarians Herrschaft zurückgeben.
Die Brutkammer erklärte bereits am Eingang, was im Pechschwingenhort geschah. Nefarian betrachtete Drachen nicht als Familie, sondern als Material: Eier wurden gezählt, Körper kontrolliert und Abstammung für Experimente benutzt. Feuerkralle war deshalb nicht nur ein Wächter. Er war das erste Opfer, an dem der innere Zustand des schwarzen Drachenschwarms sichtbar wurde.