Die Admiralin und ihre Leutnantinnen
Gar'an fand in den alten Strukturen der Orcclans kaum Raum für ihr taktisches Talent. Als die Eiserne Horde zum Dienst auf See aufrief, meldete sie sich deshalb früh für die Flotte. Ihr Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Gar'an wurde zur Admiralin der Eisernen Horde ernannt und erhielt die Aufgabe, ihre neue Seemacht zu führen.
Für diese Aufgabe wählte sie zwei Leutnantinnen aus: Vollstreckerin Sorka und Marak die Blutige. Gemeinsam wurden sie die Eisernen Jungfern. Ihre Einheit beruhte nicht darauf, dass drei gleichrangige Befehlshaberinnen eine Flotte teilten. Gar'an führte, Sorka und Marak trugen ihre Befehle mit eigener Härte und eigenen Waffen in den Kampf.
Der Schreckenspanzer
In der Schwarzfelsgießerei verteidigten die Jungfern den Schreckenspanzer, ein gewaltiges Kriegsschiff der Eisernen Horde. Seine Hauptkanone konnte die Docks mit einer einzigen vorbereiteten Salve verwüsten. Wenn eine der Jungfern an Bord ging, mussten die Angreifer die Ladeketten nutzen, ihre Deckhelfer besiegen und die Munition sabotieren, bevor die Kanone feuerte.
Damit wurde die Begegnung zu mehr als einem Kampf gegen drei einzelne Kriegerinnen. Hinter ihnen stand die ganze neue Kriegsordnung der Eisernen Horde: Werkstätten, Eisen, Geschütze und eine Flotte, die Draenors Küsten nicht länger als Grenze, sondern als Ausgangspunkt betrachtete.
Drei Klingen derselben Flotte
Gar'an setzte Schusswaffen und klare Befehle ein. Sorka jagte ihre Gegner mit schneller, grausamer Präzision. Marak brachte den Kampf in Blut und unmittelbare Gewalt. Wenn eine von ihnen unter Druck geriet, veränderten sich die Möglichkeiten der anderen. Ihre Stärke lag nicht in einer legendären Familiengeschichte, sondern in einer Befehlskette, die im Feuer der Schlacht funktionierte.
Mit dem Fall der Eisernen Jungfern verlor Gar'an nicht nur zwei Vertraute, sondern die Flotte ein eingespieltes Kommando. Der Schreckenspanzer blieb ohne die Frauen zurück, die seine Waffen in einen Willen verwandeln konnten.