Der Weg nach Scharlachrotes Kloster
Das Scharlachrote Kloster war einst ein stiller Ort des Lichts. Nach Lordaerons Fall wurde es zur Festung eines Kreuzzugs, der aus berechtigtem Entsetzen über die Geißel einen fanatischen Reinheitswahn formte. Bibliothek, Waffenkammer, Friedhof und Kathedrale erzählten verschiedene Teile desselben Niedergangs: Wissen diente der Abschottung, Glaube dem Urteil, und selbst die eigenen Toten fanden zwischen den Gräbern keine Ruhe. In Eisenrücken erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Eisenrücken bewegte sich zwischen Gräbern, die der Kreuzzug gegen jeden untoten Zugriff hätte schützen müssen. Ob das Skelett einst einem Kreuzfahrer, einem Gefangenen oder einem älteren Toten gehörte, ist unbekannt. Der Name beschreibt nur die Härte, mit der es sich in der Welt hielt.
Selten und nicht gerufen
Wie Azshir und der Gefallene Champion erschien Eisenrücken nicht auf jedem Weg. Es folgte keinem sichtbaren Aufruf eines Nekromanten und stand nicht im Mittelpunkt eines Rituals. Gerade dieses zufällige Auftauchen ließ den Friedhof unkontrollierbar wirken. Die Toten brauchten keinen gemeinsamen Befehl, um die Ordnung der Lebenden zu stören.
Eisenrücken schwächte die Kraft naher Gegner und umgab sich mit einer giftigen Wolke. Ein Skelett besitzt keine Lunge, die an solchem Dunst leiden könnte. Für Lebende wurde jeder Atemzug zur Belastung, während die harten Knochen weiter vorrückten. Der Friedhof selbst schien durch diese Wolke Fäulnis auszustoßen.
Die ehrliche Grenze des Wissens
Über Eisenrückens früheres Leben gibt es keine belastbare Erzählung. Sein Eintrag bleibt deshalb bewusst bei dem, was der Ort zeigt. Ein namenloses Skelett erhielt einen Namen durch seine Widerstandskraft und wurde zur seltenen Gefahr in einer Festung der Untotenjäger. Manchmal ist gerade das fehlende Gesicht die Geschichte: Der Kreuzzug zählte Feinde, wo einst Menschen begraben worden waren.