Ehre und StärkeBlackmoore
Dunkelwirker Syth
Bosse

Dunkelwirker Syth

Dunkelwirker Syth war Ikiss' erster großer Wächter in den Sethekkhallen. Der greise arakkoische Magier beherrschte Schatten und zwang zugleich Feuer, Frost, Natur und Arkankraft unter seinen Willen. Während sein Kult nach einem verheißenen Gott suchte, bewies Syth, wie leicht religiöse Sehnsucht zur Beherrschung all dessen werden konnte, was nicht freiwillig antwortete.

Der Weg nach Sethekkhallen

In den Sethekkhallen suchten ausgestoßene Arakkoa nach einem verheißenen Gott und fanden vor allem die Wahnvorstellungen Klauenkönig Ikiss'. Der Kult deutete Auchindouns Zerstörung als Offenbarung, bog Elemente und Schatten unter seinen Willen und zwang selbst Anzu, den alten Rabengott, in eine Rolle, die seinem gebrochenen Volk neue Macht verschaffen sollte. In Dunkelwirker Syth erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Klauenkönig Ikiss führte seine Anhänger aus Skettis nach Auchindoun und erklärte die Zerstörung der Totenstadt zum Zeichen ihres erwarteten Gottes. Syth erhielt den Auftrag, die Hallen zu verteidigen, während andere Kultisten weiter nach dieser Offenbarung suchten. Seine Stellung machte ihn zum Tor zwischen äußerer Suche und innerem Wahn.

Ein Meister der Schatten

Als Dunkelwirker hatte Syth gelernt, Finsternis nicht bloß zu verbergen, sondern zu formen. Seine Zauber trafen Geist und Körper, während die düsteren Gänge seiner Macht natürliche Deckung boten. Für einen Kult, der einen unbekannten Gott aus Visionen und Katastrophen ableitete, war Schatten das passende Element: Er konnte jede Leerstelle mit der gewünschten Bedeutung füllen.

Syth beschränkte sich nicht auf dunkle Magie. Er bog Feuer, Frost, Natur und Arkankraft unter seinen Willen und rief elementare Diener hervor. Dabei bat er nicht um Hilfe. Seine Kunst behandelte die Grundkräfte der Welt wie Gefangene, die auf ein Zeichen hin erscheinen mussten. Der Kult suchte einen Herrn und übte zugleich selbst Herrschaft über alles aus, was ihm Macht versprach.

Vier Formen desselben Zwangs

Wenn Syth verwundet wurde, teilte sich die Gefahr in mehrere Elemente. Flamme, Kälte, Blitz und arkane Energie griffen aus verschiedenen Richtungen an. Die Sethekkhallen wirkten dadurch plötzlich wie ein Ort, an dem keine natürliche Ordnung mehr galt. Gegensätzliche Kräfte standen nebeneinander, nicht weil sie ein Gleichgewicht gefunden hatten, sondern weil derselbe Magier sie band.

Syth war alt und erfahren, doch Erfahrung bewahrte ihn nicht vor Ikiss' Wahn. Vielleicht glaubte er selbst an den verheißenen Gott, vielleicht sah er im Kult nur die beste Möglichkeit, seine Künste auszuüben. In beiden Fällen stellte er sein Wissen in den Dienst einer Erzählung, die jede Katastrophe als Bestätigung und jeden Widerspruch als Feind behandelte.

Ein Tor öffnet sich

Mit Syths Fall verlor Ikiss seine erste große Verteidigung und die gebundenen Elemente ihren Beschwörer. Der Weg führte nun tiefer zu Anzu und zum Klauenkönig selbst. Syths Niederlage widerlegte noch keinen Glauben, doch sie entzog ihm einen wichtigen Beweis: Die Macht, Elemente zu zwingen, war nicht dasselbe wie die Wahrheit über einen Gott zu besitzen.