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Drustvar
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Drustvar

Drustvar ist die gebirgige Westregion von Kul Tiras und das alte Land der Drust. Der Krieg zwischen Gorak Tuls Volk und den menschlichen Siedlern endete nie vollständig: Hexenmagie, der Dornenhain und Haus Waycrest tragen seine Folgen bis in die Gegenwart.

Das Land der Drust

Nach der Großen Teilung ließen sich seefahrende Vrykul auf den Inseln nieder, die später Kul Tiras heißen sollten. Ein Teil von ihnen wurde als Drust bekannt. Sie bauten Straßen, bezwangen Seeungeheuer und entwickelten eine eigene Form der Naturmagie. Ihre Dornensprecher verstanden Tod und Verfall als Bestandteile des Lebens, nicht als Mächte, die das Leben ersetzen sollten.

Unter Gorak Tul veränderte sich diese Tradition. Der König wandte sich Thros zu und verband druidische Formen mit Todesmagie. Als Menschen aus dem Reich Arathor auf Kul Tiras siedelten, verweigerte er einen dauerhaften Frieden und begann einen Krieg gegen sie. Nicht alle Drust folgten ihm. Ulfar und andere Dornensprecher trennten sich von seinem Weg.

Arom Waycrest und der Orden der Glut

Die menschlichen Siedler waren der Magie der Drust zunächst nicht gewachsen. Aus ihren Reihen erhob sich Arom Waycrest. Seine Familie gründete den Orden der Glut, dessen Wissen dabei half, Hexen, Flüche und hölzerne Konstrukte zu bekämpfen. Gemeinsam mit Ulfars Dornensprechern führte Arom den Angriff auf Gol Osigr.

Gorak Tul wurde besiegt, doch sein Geist entkam nach Thros. Arom erhielt die Herrschaft über das westliche Land, das fortan Drustvar hieß. Haus Waycrest wurde zu einer der tragenden Familien Kul Tiras. Der Sieg begründete seine Stellung, aber er löschte die Drust nicht aus der Geschichte. Ihre Ruinen, Rituale und Geister blieben im Land.

Ein hartes Land und seine Menschen

Drustvar ist bergig, waldreich und weniger vom Meer geprägt als Tiragardesund oder Sturmsangtal. Seine Minen liefern einen großen Teil des Erzes von Kul Tiras, und seine Bewohner gelten als widerstandsfähig, misstrauisch und tief abergläubisch. Diese Haltung entstand nicht aus Unwissen, sondern aus Erfahrung. In den Wäldern existieren Kräfte, die tatsächlich auf Namen, Zeichen und alte Schwüre reagieren.

Dörfer wie Fallhafen, Falkenforst und Aroms Wehr liegen weit auseinander. Haus Waycrest herrscht von seinem Anwesen bei Corlain. Über Generationen hielt diese Ordnung, solange die Familie stark und der alte Feind fern blieb.

Lady Waycrests verzweifelter Handel

Als Lord Arthur Waycrest schwer erkrankte, suchte seine Frau Meredith nach einer Macht, die ihn retten konnte. Gorak Tul antwortete ihr aus Thros. Er versprach, der Tod werde das Ehepaar niemals trennen, verlangte jedoch, dass Meredith einen Hexenzirkel aufbaute und den Drust die Rückkehr ermöglichte.

Aus Angst vor Verlust machte Lady Waycrest ihr eigenes Land zum Opfer. Der Herzbannzirkel verfluchte Dörfer, erweckte Weidenkonstrukte und brachte die Verwaltung Drustvars zum Schweigen. Lucille Waycrest, die Tochter des Hauses, wurde selbst der Hexerei beschuldigt. Erst mit Hilfe von Inquisitor Weißglut und dem erneuerten Orden der Glut konnte sie die Wahrheit aufdecken.

Waycrestanwesen und der Weg nach Thros

Im Waycrestanwesen fanden die Verbündeten Lord und Lady Waycrest in den Fängen des Zirkels. Gorak Tuls Plan reichte jedoch über das Haus hinaus. Der Drustkönig wollte aus Thros in die Welt zurückkehren. Sein Einfluss wurde im Anwesen gebrochen, doch erst eine spätere Reise nach Thros erlaubte es, ihn unmittelbar zu besiegen.

Lucille übernahm Verantwortung für Drustvar, und der Orden der Glut blieb als Schutz gegen die alten Mächte bestehen. Der Frieden des Landes ruht seitdem nicht auf der Behauptung, die Vergangenheit sei vorbei. Er beruht darauf, dass die Bewohner ihre Zeichen kennen, ihre Geschichte erinnern und wissen, wie schnell Trauer wieder eine Tür nach Thros öffnen kann.