Ehre und StärkeBlackmoore
Dathea, die Aufgestiegene
Bosse

Dathea, die Aufgestiegene

Dathea Sturmpeitscher überlebte den Fall des Primalistenrats nicht als dieselbe Frau. Niederlage, Trauer und verletzter Stolz trieben sie zu Raszageth, die ihr einen Teil ihrer Sturmmacht überließ und aus ihr Dathea die Aufgestiegene machte.

Die Sturmpeitscherin im Rat

Dathea gehörte gemeinsam mit ihrem Bruder Kadros Eiszorn zum Primalistenrat. Während er sich dem Frost verschrieben hatte, suchte sie im Sturm eine Macht, die keine Mauer und kein Gesetz dauerhaft festhalten konnte. Ihr Temperament passte zu dieser Wahl: schnell, stolz und entschlossen, Widerstand nicht zu umgehen, sondern zu zerreißen.

Die Geschwister kämpften für eine Bewegung, die den Einfluss der Titanen auf die Dracheninseln auslöschen wollte. Für Dathea verband sich diese Überzeugung mit persönlichem Rang. Als Mitglied des Rats war sie nicht nur Anhängerin, sondern Teil jener Führung, die glaubte, nach Raszageths Befreiung über die neue Ordnung mitentscheiden zu können.

Eine Niederlage, die sie nicht annahm

Der Zusammenbruch des Rats nahm Dathea Verbündete, Familie und Stellung. Statt den Verlust als Ende ihres Weges zu akzeptieren, deutete sie ihn als Beweis, dass ihre bisherige Macht nicht genügt hatte. Ihre Trauer verwandelte sich in Wut, und ihre Wut suchte nach einer Kraft, die keine zweite Niederlage zulassen sollte.

Sie wandte sich an Raszageth. Die Sturmfresserin erkannte, wie leicht sich Datheas Verzweiflung in ein Werkzeug verwandeln ließ, und überließ ihr einen Teil ihrer eigenen elementaren Macht. Aus der Sturmpeitscherin wurde die Aufgestiegene. Der neue Titel bezeichnete weniger eine innere Läuterung als eine gewaltsame Vergrößerung dessen, was bereits in ihr lebte.

Mit Raszageths Gabe konnte Dathea den Wind nicht nur rufen, sondern seinen ganzen Zorn durch ihren Körper leiten. Sie erhob sich über den Boden des Gewölbes und machte die Luft selbst zum Schlachtfeld. Jeder Sturmstoß trug den Wunsch, die Menschen zu vernichten, denen sie den Tod ihres Bruders und den Sturz des Rats anlastete.

Doch die geliehene Macht heilte nichts. Sie gab Dathea die Möglichkeit, ihren Schmerz nach außen zu wenden, ohne ihn verstehen zu müssen. Raszageth gewann dadurch Zeit und eine fanatische Verteidigerin; Dathea gewann nur einen letzten Kampf, in dem sie alles auf jene Rache setzte, die ihr als einziger Rest ihrer früheren Identität geblieben war.

Was von Dathea bleibt

Datheas Ende zeigt, wie Raszageth Gefolgschaft band. Sie versprach nicht jedem Anhänger dieselbe Zukunft. Manchen gab sie ein politisches Ziel, anderen Macht und wieder anderen die Erlaubnis, einen Verlust in grenzenlose Gewalt zu verwandeln. Dathea gehörte zur letzten Gruppe.

Ihre Geschichte begann als Teil einer Bewegung und endete als persönliche Tragödie. Sie wollte frei von fremder Ordnung sein, machte sich aber von Raszageths Macht abhängig. Sie wollte den Tod ihres Bruders rächen und folgte ihm dabei in den Untergang. Der Sturm, den sie beherrschte, konnte Gegner fortreißen, aber keinen verlorenen Menschen zurückbringen.