Ehre und StärkeBlackmoore
Benediction und Anathema
Gegenstand

Benediction und Anathema

Benediction und Anathema sind zwei Gestalten desselben Priesterstabes. Aus einem Splitter Nordrassils und den Augen von Göttlichkeit und Schatten geschaffen, verbindet die Waffe Heilung und Zerstörung und wurde in der Überlieferung mit Alonsus Faol verbunden.

Ein Splitter des Weltenbaums

Der Kern des Stabes entstand aus einem Splitter Nordrassils, des Weltenbaums am Hyjal. Das Holz trug die Erinnerung an eine Macht, die Leben bewahrte, aber im Dritten Krieg schwer verwundet wurde. Für einen Priester war dieser Splitter kein gewöhnlicher Werkstoff. Er verband den Glauben der Sterblichen mit einer lebendigen Geschichte Azeroths.

Zur Vollendung mussten zwei gegensätzliche Relikte zusammengebracht werden: das Auge der Göttlichkeit und das Auge des Schattens. Das erste stand für Heilung, Hingabe und den Schutz anderer. Das zweite führte in jene Dunkelheit, aus der Priester ebenfalls Macht ziehen konnten. Keine Hälfte allein ergab den vollständigen Stab.

In seiner lichten Gestalt wurde der Stab Benediction genannt. Er verkörperte die priesterliche Aufgabe, Leben zu erhalten und Hoffnung in Situationen zu tragen, in denen Waffen allein nichts retten konnten. Die Überlieferung verbindet Benediction mit Alonsus Faol, dem Gründer des Ordens der Silbernen Hand und einem der bedeutendsten Priester Lordaerons.

Wendete sich die Macht des Stabes, erschien Anathema. Diese Form stand nicht schlicht für Bosheit. Sie erinnerte daran, dass auch Schatten zum Wissen der Priester gehörten: Schmerz, Furcht und die dunklen Räume des Geistes verschwanden nicht, nur weil man sie nicht ansah. Die Gefahr lag darin, sie zu beherrschen, ohne von ihnen beherrscht zu werden.

Zwei Antworten in einer Waffe

Benediction und Anathema wurden deshalb zu einem Sinnbild priesterlicher Spannung. Heilen und verletzen, trösten und erschüttern, Licht und Schatten lagen nicht in zwei getrennten Gegenständen, sondern in derselben Hand. Der Stab behauptet nicht, beide Seiten seien gleich gut. Er zeigt, dass Verantwortung erst dort beginnt, wo Macht mehr als eine einzige, einfache Antwort erlaubt.