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Befreiung von Lorenhall
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Befreiung von Lorenhall

Die Befreiung von Lorenhall führte die Goblinkartelle in Gallywix' Vergnügungs- und Machtzentrum. Der Schlachtzug erzählte keinen fremden Eroberungskrieg, sondern den Versuch eines Volkes, einen alten Ausbeuter endgültig aus seiner Heimat zu vertreiben.

Eine Stadt unter Kartellen

Lorenhall war das Herz des goblinischen Handels, aber niemals eine Stadt gemeinsamer Ordnung. Kartelle regelten Arbeit, Transport, Schutz und Geschäft nach ihren eigenen Verträgen. Rivalität gehörte zum Alltag, und ein Vertrag galt oft nur so lange, wie beide Seiten noch Gewinn darin sahen. Trotzdem besaß die Stadt ein Gleichgewicht. Kein einzelner Handelsprinz durfte alle anderen vollständig verschlingen, ohne dass sich die übrigen gegen ihn wandten.

Gallywix hatte dieses Gleichgewicht schon früher verachtet. Als Handelsprinz des Bilgewasserkartells behandelte er seine Leute wie Besitz, verkaufte Flüchtlingen Plätze auf seinen Schiffen und hielt seine Macht durch Schulden, Einschüchterung und persönlichen Reichtum zusammen. Nach seiner Flucht aus der Horde fand er in Lorenhall erneut Verbündete. Mit Xal'ataths Unterstützung, gestohlener Technologie und seinem riesigen Vergnügungskomplex Garbagio versuchte er diesmal, nicht nur ein Kartell, sondern die ganze Stadt unter seine Kontrolle zu bringen.

Die Kartelle schließen sich zusammen

Gazlowe stand vor einer Aufgabe, die militärisch allein nicht zu lösen war. Die Kartelle mussten überzeugt werden, dass Gallywix sie nacheinander entrechten würde, wenn sie weiter nur gegeneinander handelten. Dampfdruck, Schwarzmeer, Bilgewasser und andere Gruppen brachten eigene Interessen und alte Rechnungen mit. Ihre Zusammenarbeit war kein plötzlicher Bund aus Freundschaft. Sie entstand aus der nüchternen Einsicht, dass Gallywix jede einzelne Organisation kaufen, erpressen oder zerschlagen konnte.

Der Angriff auf das Garbagio wurde dadurch zum gemeinsamen Unternehmen einer Gesellschaft, die sonst Konkurrenz als Lebensform betrachtete. Die Kämpfer drangen nicht in einen neutralen Palast ein. Sie durchquerten Rennbahnen, Arenen, Werkstätten, Müllanlagen, Kasinos und Sicherheitszonen, in denen Gallywix jede Seite goblinischer Kultur in ein Werkzeug persönlicher Herrschaft verwandelt hatte. Unterhaltung diente der Ablenkung, Technik der Überwachung und Glücksspiel der Verschuldung.

Vom Spektakel zur Festung

Die ersten Gegner wirkten wie Attraktionen: Strolch raste mit ihrer Gang durch die Anlage, im Kessel des Gemetzels kämpften Arenahelden, und Rik Resonanz beherrschte die Bühne. Doch hinter dem Lärm begann die eigentliche Kriegsmaschine. Stix Kojenschrotter kontrollierte den Abfall, Lockenstock baute Waffen, der einarmige Bandit band Besucher an das Spiel und Mug'Zee bewachte die inneren Bereiche. Gallywix hatte das Garbagio so angelegt, dass Geschäft und Verteidigung nicht mehr voneinander zu trennen waren.

Jeder gefallene Gegner entzog ihm einen Teil dieser Kontrolle. Ohne Rennfahrer verlor er seine mobilen Schläger, ohne Arena und Konzert einen Teil seiner öffentlichen Inszenierung. Mit Stix und Lockenstock brachen Versorgung und Produktion weg. Als der Bandit und Mug'Zee fielen, blieb zwischen den Kartellen und dem Chromkönig keine weitere Schicht aus Unterhaltung, Schulden oder angeheuerter Gewalt.

Der Fall des Chromkönigs

Gallywix erwartete seine Gegner in einer Maschine, die seinen Reichtum und seine Angst gleichermaßen zeigte. Er hatte sich mit Chrom, Waffen und fremder Macht umgeben, weil er niemandem mehr vertraute. Die Kartelle besiegten ihn nicht, indem sie ein besseres Imperium errichteten. Sie nahmen ihm nacheinander jene Systeme, mit denen er Goblins abhängig gemacht hatte, und standen am Ende gemeinsam vor ihm.

Die Befreiung löste Lorenhalls Rivalitäten nicht auf. Sie gab den Kartellen auch keine dauerhafte Verfassung. Ihr Erfolg bestand zunächst darin, Gallywix' Anspruch zu brechen, die gesamte Stadt als sein Eigentum behandeln zu dürfen. Für Gazlowe und die Goblins der Horde bedeutete der Sieg eine späte Antwort auf eine alte Frage: Goblinische Erfindungskraft und Handel mussten nicht zwangsläufig zur Herrschaft des Reichsten führen. Sie konnten auch genutzt werden, um einem solchen Herrscher Grenzen zu setzen.