Ehre und StärkeBlackmoore
Balakar Khan
Bosse

Balakar Khan

Balakar Khan ermordete seinen Vater Jhakan, belog den Klan Nokhud und suchte in verbotener Sturmmagie die Größe, die ihm Weisheit und Geduld nie verliehen hatten. Im Bündnis mit den Primalisten begann er einen Krieg gegen die übrigen Maruuk, ließ Ohn'ahra gefangen nehmen und raubte der Windmutter schließlich ihre Macht.

Der Weg nach Der Angriff der Nokhud

Balakar Khan führte den Klan Nokhud in einen Krieg gegen die übrigen Maruukzentauren und verband seinen Anspruch auf alte Größe mit der verbotenen Sturmmagie der Primalisten. Seine Offensive zog sich über die Ebenen von Ohn'ahra: Ein Protodrache griff die Shikaar an, ein verdichteter Gewittersturm wuchs außer Kontrolle, Nekromanten rissen die Ahnen aus ihren Gräbern und im Zentrum hielt Balakar die gefangene Windmutter Ohn'ahra fest. In Balakar Khan nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Balakar war der Sohn Jhakan Khans und Nazuuns. Jhakan hatte den Klan Nokhud zu großer Stärke geführt und hoffte, seinem Sohn Geduld, Würde und Respekt beizubringen. Balakar hörte jedoch nie lange genug zu, um diese Eigenschaften als Stärke zu erkennen. Der Vater hielt seine untergrabende Art für Führungswillen und ließ ihn nahe bei sich, überzeugt, Ehrgeiz könne durch ein gutes Vorbild reifen.

Die Jagd vor dem Erwachsenwerden

Am Vorabend von Balakars Erwachsenwerden nahm Jhakan ihn auf eine rituelle Jagd mit. Der Khan trug ein besonderes Medaillon, das er seinem Sohn übergeben wollte. Balakar wartete die Zeremonie nicht ab. Er tötete seinen Vater, nahm die Führung an sich und kehrte allein sowie blutbefleckt zum Klan zurück. Dort behauptete er, Jhakan habe aus Angst vor seinem Nachfolger zuerst angegriffen. Viele Nokhud glaubten ihm.

Jahre später gestand Balakar seiner Mutter die Wahrheit unter vier Augen. Nazuun verließ den Klan in Verzweiflung. Das Geständnis führte nicht zur Umkehr, denn Balakar betrachtete die Tat längst als notwendigen Ursprung seiner Herrschaft. Der gestohlene Titel und das Medaillon wurden zu Zeichen einer Größe, die er sich genommen hatte, bevor jemand prüfen konnte, ob er ihrer würdig war.

Koroleth und die verbotene Magie

Nach dem Erwachen der Dracheninseln suchten die Primalisten Verbündete gegen die Drachen. Koroleth fand in Balakar einen Khan, der den übrigen Maruuk vorwarf, ihre alte Kraft an Außenseiter verloren zu haben. Sie bot ihm verbotene Sturmmagie. Als Windsage Garuman widersprach, ließ Koroleth Balakars Kränkung wachsen, bis er den eigenen Berater mit der neuen Macht tötete.

Beim Khural bat der grüne Drache Gemisath die Klans um Hilfe gegen die Primalisten. Khanam Matra Sarest stimmte zu. Balakar marschierte in die Versammlung, beschuldigte sie des Verrats an Maruuks Andenken und tötete den Gesandten mit einem Sturmangriff. Danach befahl er den Nokhud, Maruukai anzugreifen. Aus einer politischen Anklage wurde offener Krieg, sobald die anderen Klans sich seinem Urteil nicht beugten.

Die Gefangennahme Ohn'ahras

Durch einen falschen Ruf lockten die Nokhud Angehörige des Klans Ohn'ir in einen Hinterhalt. Koroleths Primalisten nahmen Ohn'ahra gefangen, die Windmutter und geistige Mitte der Maruuk. Balakar ließ anschließend die Wächter des Horns von Drusahl niedermetzeln. Er wollte das Horn nicht zerstören. Die gefangene Ohn'ahra musste ihn segnen, damit er selbst hineinblasen und grüne Drachen in eine Falle rufen konnte.

Balakar vereinte die Nokhud durch Hass. Drachen, andere Zentauren und fremde Helfer wurden zu Außenseitern erklärt, deren bloße Anwesenheit den angeblichen Niedergang der Maruuk bewies. So musste er nicht erklären, weshalb sein eigener Aufstieg auf Vatermord und Lüge beruhte. Jede Frage nach seiner Würde konnte als Schwäche gegenüber einem gemeinsamen Feind erscheinen.

Von Nokhudon aus ließ Balakar gleichzeitig an mehreren Orten zuschlagen. Granyth bedrohte die Shikaar, Sturmwirker entfesselten einen Avatar, und Ukhelnekromanten missbrauchten Teera und Maruuk. Die übrigen Klans mussten sich sammeln und jede dieser Wunden schließen, bevor sie den Sitz des Khans erreichen konnten. Balakars Herrschaft bestand aus einem Krieg, der überall zugleich Aufmerksamkeit verlangte.

Die geraubte Kraft der Windmutter

Im letzten Kampf vollendete Balakar ein Ritual und zog Ohn'ahras Macht in sich. Seine gewöhnlichen Speerangriffe wichen einem Sturm, der Linien durch den Raum riss, Gegner fortstieß und Nokhudverstärkung herbeirief. Der Khan hatte die Windmutter nicht um Segen gebeten. Er behandelte das geistige Band seines Volkes wie eine weitere Beute, die den stärksten Anspruch bestätigte.

Die vereinten Gegner töteten Balakar und befreiten Ohn'ahra. Mit seinen letzten Worten bat er die Ahnen um Vergebung. Sarest ordnete an, seine Waffe zu zerbrechen und ihm keinen Ehrenplatz bei den Vorfahren zu geben. Sein Medaillon gelangte zu Nazuun zurück, die damit nicht den Sohn ehrte, sondern ihres ermordeten Gefährten gedachte. Der Klan Nokhud blieb zurück und musste lernen, ohne den Hass zu leben, mit dem Balakar ihn zusammengehalten hatte.