Ehre und StärkeBlackmoore
Granyth
Bosse

Granyth

Granyth kreiste als uralter Feind der Zentauren über der Schlacht der Speere. Der primalistische Protodrache wartete auf den Augenblick, in dem er seine Gegner am Boden zerschmettern konnte. Nur die Drachenkillerlanzen des Klans Shikaar zwangen ihn zur Landung und gaben den Verteidigern eine Antwort auf seinen Angriff aus Erde und Stein.

Der Weg nach Der Angriff der Nokhud

Balakar Khan führte den Klan Nokhud in einen Krieg gegen die übrigen Maruukzentauren und verband seinen Anspruch auf alte Größe mit der verbotenen Sturmmagie der Primalisten. Seine Offensive zog sich über die Ebenen von Ohn'ahra: Ein Protodrache griff die Shikaar an, ein verdichteter Gewittersturm wuchs außer Kontrolle, Nekromanten rissen die Ahnen aus ihren Gräbern und im Zentrum hielt Balakar die gefangene Windmutter Ohn'ahra fest. In Granyth nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Lange bevor Granyth landete, kündigte sein Schatten Tod und Zerstörung an. Der Protodrache kreiste über den Kämpfen zwischen den Zentaurenklans und erkannte im Bürgerkrieg eine Gelegenheit, alte Feinde endgültig auszulöschen. Er musste die Ebenen nicht erobern oder einen Thron beanspruchen. Es genügte ihm, dass die Menschen am Boden gebunden waren und beim Blick nach oben begriffen, wie wenig Schutz der offene Himmel bot.

Die Schlacht der Speere

Der Klan Shikaar hatte Erfahrung mit großen Jagden und der Abwehr von Drachen. Seine Drachenkillerlanzen standen in der Ebene, doch Nokhudlanzenmeister hielten die Geschütze besetzt. Bevor Granyth überhaupt verwundbar wurde, mussten die Gefährten diese Stellungen brechen. Erst als die Bedienungen zurückgewonnen waren, verlor der kreisende Drache die Sicherheit seiner Höhe.

Granyth sah die Zentauren nicht als zufällige Gegner eines neuen Krieges. Die Überlieferung nannte sie seine uralten Feinde. Balakars Offensive gab ihm damit die Möglichkeit, einen viel älteren Hass in den Dienst der Primalisten zu stellen. Für die Nokhud war der Drache eine Waffe gegen andere Klans; für Granyth waren die Nokhud vermutlich nur jene Zentauren, die ihm vorübergehend halfen, die übrigen zu vernichten.

Die Drachenkillerlanzen

Während des Kampfes luden Shikaarlanzer die schweren Geschütze und warteten auf ein klares Zeichen. Ein Treffer riss Granyth aus seiner Bewegung, betäubte ihn und nahm ihm einen Teil seiner gewaltigen Lebenskraft. Die Lanzen waren keine bequeme Abkürzung. Nokhudsaboteure stürmten immer wieder zu den Mechanismen, um sie dauerhaft zu zerlegen. Jeder Schuss musste deshalb gegen Feinde am Boden erkämpft werden.

Am Boden blieb Granyth ein Geschöpf urtümlicher Macht. Seine Schritte schickten tektonische Stöße durch die Ebene, schleuderten Menschen fort und ließen Steinsplitter in alle Richtungen brechen. Die offene Landschaft, die seinen Feinden Raum geben sollte, wurde unter seinem Gewicht selbst zur Waffe. Abstand schützte vor den Füßen, aber nicht vor einer Erde, die überall zugleich erzitterte.

Die Eruption

Wenn Granyths Kraft ihren Höhepunkt erreichte, ließ er den Boden in wiederkehrenden Wellen aufbrechen. Jede Welle war stärker als die vorherige. Ein gewöhnlicher Angriff hätte nicht genügt, um diesen Vorgang rechtzeitig zu beenden. Die Gruppe musste eine geladene Drachenkillerlanze abfeuern und die Eruption mit der Waffe der Zentauren unterbrechen. So hing ihr Überleben an dem Wissen jenes Volkes, das Granyth auslöschen wollte.

Der Kampf wurde nicht allein zwischen Drache und Gefährten entschieden. Nokhudsaboteure versuchten die Lanzen zu zerstören, während Shikaarlanzer sie bedienten. Jeder Helfer und jeder Angreifer trug einen Teil der Schlacht. Granyths Größe konnte den Blick leicht auf ihn allein ziehen, doch sein Sieg wäre durch einen einzelnen unbemerkten Gnoll nicht, sondern durch einen einzelnen unbemerkten Zentaurensaboteur möglich geworden.

Der Schatten verschwindet

Als Granyth fiel, blieb sein Körper auf jener Ebene zurück, die er von oben bereits als vernichtet betrachtet hatte. Die Shikaar hatten ihre alte Jagdkunst gegen einen neuen Krieg eingesetzt und bewiesen, dass Balakars Bündnis mit den Primalisten nicht jede Tradition der anderen Klans übertraf. Doch jenseits der Schlacht sammelten Nokhudsturmwirker bereits eine Gewalt, die keinen Körper zum Landen brauchte: den wütenden Gewittersturm.