Die Kammer unter Tausendwinter
Unter der umkämpften Festung von Tausendwinter lag ein titanisches Gewölbe. Dort wachte Archavon, ein steinerner Riese von gewaltiger Kraft. Die Überlieferung nennt keinen langen persönlichen Lebensweg. Seine Bedeutung entstand aus Amt und Ort: Er war Teil eines alten Sicherungssystems, das lange vor dem Krieg gegen den Lichkönig errichtet worden war.
Ein Wächter aus Stein
Archavons Körper und Angriffe waren von Erde und Stein geprägt. Er konnte den Boden erschüttern, Gegner ergreifen und mit der Masse seines Körpers zermalmen. Diese Fähigkeiten entsprachen seiner Rolle. Er schützte kein Reich und führte kein Volk; er verhinderte den ungehinderten Zugang zur Kammer.
Allianz und Horde kämpften fortwährend um Tausendwinter. Nur die siegreiche Seite konnte Archavons Kammer betreten. Dadurch wurde der titanische Wächter in einen Konflikt hineingezogen, der mit seinem ursprünglichen Auftrag wenig zu tun hatte. Die alten Anlagen Nordends wurden erneut zu Besitz, Beute und strategischem Vorteil.
Der erste von vier Wächtern
Archavon war der erste bekannte Hüter der Kammer. Später wurden Emalon, Koralon und Toravon zugänglich, die Sturm, Feuer und Eis verkörperten. Gemeinsam zeigen sie eine Ordnung elementarer Kräfte, über deren eigentlichen Zweck nur wenig gesichert ist. Gerade deshalb bleibt Archavon vor allem Wächter: Seine Geschichte liegt in dem, was er versperrte.