Der zweite Hüter
Als sich die Kammer weiter öffnete, trat neben Archavon ein zweiter Wächter hervor. Emalon war an die Macht des Sturms gebunden. Über seine Entstehung oder frühere Taten berichten die erhaltenen Quellen kaum. Sicher ist seine Zugehörigkeit zu jenem Kreis von Hütern, der die verborgenen Räume unter Tausendwinter bewachte.
Emalon umgab sich mit Sturmgeistern, die seine Verteidigung verstärkten. Er konnte einen dieser Diener mit überschüssiger Energie erfüllen, bis das Wesen zu einer unmittelbaren Gefahr wurde. Blitzschläge sprangen durch die Halle und machten deutlich, dass seine Macht nicht auf die Grenzen seines eigenen Körpers beschränkt war.
Titanische Ordnung und Elementarkraft
Nordends Titanenanlagen banden oder formten immer wieder elementare Kräfte. Emalon passt in dieses Muster, ohne dass jede Einzelheit seines Auftrags erklärt wäre. Er war weder ein freier Elementarfürst noch ein gewöhnliches Tier. Seine Macht stand im Dienst einer Kammer, deren Erbauer längst verschwunden waren.
Wie Archavon konnte Emalon nur von der Fraktion erreicht werden, die Tausendwinter kontrollierte. Sein Fall wurde damit regelmäßig Teil des Fraktionskrieges. Ein uralter Wächter wurde nicht wegen eines persönlichen Feldzuges bekämpft, sondern weil die Herrschaft über die Oberfläche den Zugang zu seinem Gewölbe versprach.