Der Mann hinter den Lieferungen
Kein Schmuggelnetz lebt allein von mächtigen Hexenmeistern. Jemand muss Wege kennen, Wachen bestechen, Lager führen und dafür sorgen, dass eine gefährliche Ware zum richtigen Käufer gelangt. Zaen erfüllte diese Rolle. Er war klug, schnell im Urteil und so selbstsicher, dass seine Untergebenen einen Befehl ausführten, bevor sie nach seinem Grund fragten.
Unter Zaens Aufsicht verloren Artefakte ihren Schrecken und wurden zu Posten auf einer Lieferliste. Was ganze Familien an die Legion erinnerte, erschien in seinen Händen als profitables Gut. Diese Nüchternheit machte ihn gefährlicher als einen berauschten Kultisten. Zaen musste die Ware nicht anbeten; es genügte, ihren Wert und die Angst der Käufer zu verstehen.
Wer seine Befehle missachtete, bezahlte. In einer Gasse, deren Name längst wie eine Warnung klang, war Mord Teil der Geschäftsordnung. Zaen setzte Feuerbomben, vergiftete Klingen und präzise Würfe ein, als würde er verspätete Lieferungen korrigieren. Selbst sein vernichtender Beschuss folgte einer Reihe, die Deckung zur einzigen Hoffnung machte.
Ein Verwalter der Furcht
Zaens Macht beruhte nicht nur auf eigener Gewalt. Er hielt ein System zusammen, in dem jeder wusste, dass ein Fehler bemerkt und bestraft wurde. Dadurch konnten Lithiel Glutzorns Geschäfte wachsen, ohne dass sie jede Kiste selbst bewachen musste. Der Schmuggler machte aus Furcht eine verlässliche Infrastruktur.
Als Zaen fiel, geriet der Strom verbotener Artefakte ins Stocken. Lager und Beschwörer blieben gefährlich, doch der Mann, der sie miteinander verband, war fort. Seine Niederlage zeigte, dass ein dunkles Geschäft nicht nur an seinem mächtigsten Zauber hängt. Oft hält es derjenige am Leben, der Wege, Zeiten und den Preis eines Menschenlebens verwaltet.