Ehre und StärkeBlackmoore
Vorasius
Bosse

Vorasius

Vorasius ist ein Raubtier aus den Ödlanden des Leerensturms, dessen Hunger ihn zu gewaltiger Größe anwachsen ließ. Von Leerenlicht Ewigmorgen gerufen, unterscheidet er im Kampf nicht zwischen Xal'ataths Feinden und ihren eigenen Soldaten.

Ein Hunger aus dem Leerensturm

Vorasius wurde nicht in einem Labor erschaffen und nicht durch einen Schwur an Xal'atath gebunden. Er wuchs in den Ödlanden des Leerensturms heran, einer Umgebung, in der kosmische Energie, Mangel und ständige Gefahr das Überleben bestimmten. Sein unstillbarer Hunger ließ ihn zu einem Koloss werden. Alles, was sich in seiner Nähe bewegte, war Beute oder Hindernis.

Diese Herkunft unterschied ihn von den geordneten Truppen Averzians. Vorasius besaß keine politische Absicht. Er wollte keine Bresche öffnen und keinen Thron gewinnen. Seine Gewalt war älter und unmittelbarer: Er fraß, weil Hunger sein ganzes Dasein bestimmte, und wuchs, weil die Leere ihm immer neue Nahrung zuführte.

Eine Waffe, die niemandem gehorcht

Leerenlicht Ewigmorgen rief Vorasius an den Fuß der Leerenspitze, als dort die Schlacht tobte. Die Hoffnung war einfach: Ein Wesen dieser Größe würde die Angreifer zerbrechen. Doch Vorasius erkannte keine Seite. Er labte sich an beiden Heeren und machte damit sichtbar, wie wenig die Verschlingende Schar jene Kräfte kontrollierte, die sie entfesselte.

Xal'ataths Diener nahmen diesen Verlust in Kauf. Für sie zählte, dass Vorasius Chaos erzeugte und Zeit gewann. Eigene Soldaten waren ersetzbar, solange der Koloss auch die Streitkräfte Azeroths verschlang. Diese Gleichgültigkeit verband das Raubtier mit der größeren Ordnung der Leerenspitze: Leben hatte nur Wert, wenn es einem augenblicklichen Zweck diente.

Der gescheiterte Angriff auf Quel'Danas

Überlieferungen verbinden Vorasius bereits mit dem Angriff auf Quel'Danas. Als gewaltiger Leerenkoloss sollte er die Verteidigung der Insel brechen, wurde jedoch von der Vorhut des Lichts zurückgeschlagen. Die Niederlage beendete seinen Hunger nicht. Er zog sich in die Leerenwelt zurück, bis Ewigmorgen ihn erneut in eine Schlacht rief.

Dadurch steht Vorasius zwischen zwei Teilen des Feldzugs. Er gehört zur Bedrohung des Sonnenbrunnens, fällt aber in der Leerenspitze. Seine Geschichte zeigt, dass Xal'atath ihre Werkzeuge wiederverwendete. Was an einem Schauplatz scheiterte, konnte an einem anderen erneut entfesselt werden, solange es noch Kraft besaß.

Ein Koloss am Fuß der Spitze

Im Kampf machte Vorasius den Boden selbst unsicher. Seine Masse ließ Kristalle aufbrechen, Parasiten fielen von seinem Körper, und sein Atem zog wie eine Schneise durch das Schlachtfeld. Diese Erscheinungen waren keine sorgfältig geplante Strategie, sondern Folgen eines Körpers, der für seine Umgebung zu groß geworden war.

Die Angreifer mussten ihn bezwingen, bevor sie den Aufstieg fortsetzen konnten. Solange Vorasius lebte, blieb jeder Nachschubweg zur Zitadelle ein Futterplatz. Sein Tod beseitigte eine Gefahr, die Xal'ataths Armee ebenso bedrohte wie ihre Feinde, und bewies, dass selbst die gewaltigsten Kreaturen des Leerensturms nicht unaufhaltsam waren.

Was sein Fall erzählt

Vorasius hinterließ keine Anhänger und kein Reich. Seine Bedeutung liegt in der Entscheidung jener, die ihn riefen. Die Verschlingende Schar war bereit, ein unkontrollierbares Raubtier mitten in den eigenen Reihen freizulassen. Das zeigt, wie sehr Xal'ataths Krieg auf Verbrauch beruhte: Soldaten, Tiere und ganze Länder konnten geopfert werden, wenn daraus ein Vorteil entstand.

Der Koloss war somit nicht bloß ein Tier im Weg. Er war ein Beispiel dafür, was die Leere aus Hunger macht, wenn ihm keine Grenze gesetzt wird. Vorasius wuchs, bis seine bloße Anwesenheit alles um ihn herum in Nahrung verwandelte. Erst die gemeinsame Gegenwehr beendete diesen Kreislauf.