Der Weg nach Die Seelenschmiede
Die Seelenschmiede war der erste verborgene Zugang tief in die Eiskronenzitadelle. In ihren Maschinen wurden gefangene Seelen zermahlen, getrennt und als Energie für die Kriegsindustrie der Geißel verbraucht. Jaina Prachtmeer und Sylvanas Windläufer führten getrennte Angriffsgruppen durch denselben Albtraum: Die eine suchte noch den Rest des Menschen Arthas, die andere den sichersten Weg, ihren Peiniger endgültig zu vernichten. In Verschlinger der Seelen erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Die Mahlwerke zerlegten Seelen, doch nicht jedes Fragment blieb in den vorgesehenen Bahnen. Gequälte Geister entwichen aus den Maschinen oder irrten zwischen ihnen umher. Für Arthas war dies kein moralisches Grauen, sondern ein Verlust an verwertbarer Energie. Der Verschlinger entstand als Antwort auf diese Verschwendung.
Der Lichkönig schuf den Verschlinger, damit er jede streunende Seele jagte und verschluckte. In seiner Gestalt lebten mehrere Gesichter und Stimmen weiter, ohne wieder zu Personen zu werden. Die Opfer waren zugleich Gefängniswand und Nahrung des Wesens, das sie festhielt. Mit jeder verschlungenen Seele wuchs die Qual, nicht aber die Sättigung.
Gespiegelte Schmerzen
Der Verschlinger verband sich mit der Seele eines Gegners. Jeder Schlag gegen ihn traf während dieser Verbindung auch den ausgewählten Menschen. Die Gruppe musste die eigene Angriffskraft plötzlich zurückhalten. Arthas' Maschine machte Mitgefühl zu einem Bremsmechanismus: Wer seinen Gefährten schützen wollte, durfte den Feind für einige Augenblicke nicht weiter verletzen.
Mit einem Sprung schlug der Verschlinger Seelenbrunnen in den Boden. Die dunklen Stellen blieben bestehen und nahmen dem Raum immer mehr sichere Fläche. Jeder neue Brunnen war wie ein kleiner offener Schacht in die Maschine: kein Ort der Erneuerung, sondern eine Wunde, aus der fremdes Leiden weiter nach oben drang.
Die Verschlungenen brechen hervor
Zeitweise ließ das Wesen eine Flut ungreifbarer Geister los. Sie jagten lebenden Körpern nach, bevor der Verschlinger sie erneut in sich zog. Später drehte sich ein vernichtender Strom klagender Seelen durch den Saal. Wer vor den vielen Gesichtern stehen blieb, wurde von dem Schmerz getroffen, den die Kreatur über lange Zeit in sich gesammelt hatte.
Mit dem Tod des Verschlingers endete der oberste Betrieb der Seelenmühlen. Der Sieg machte nicht jedes Fragment wieder ganz. Manche Seelen waren zu lange zerbrochen, verbraucht oder miteinander verschmolzen worden. Gerade deshalb war der Fall des Wesens wichtig: Er verhinderte nicht die bereits geschehene Qual, aber er stoppte eine Maschine, deren Hunger aus jedem neuen Opfer den Grund für das nächste gemacht hätte.