Der Weg nach Razorfen-Downs
Die Klingenhauerhügel waren ein altes Gräberfeld der Stacheleber, ein Ort, an dem die Toten des Volkes nahe bei Agamaggans Dornen ruhen sollten. Nach dem Dritten Krieg nahm Amnennar der Kältebringer die Gräber für die Geißel in Besitz. Neruber, Skelette und zusammengenähte Leiber machten aus Erinnerung einen Vorposten gegen Orgrimmar und Theramore. Zugleich versprach der Lich den bedrängten Stachelebern Macht über den Tod, obwohl jeder Gang zeigte, welchen Preis dieses Versprechen verlangte. In Struppmähne erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Struppmähne war kein Skelett und keine zusammengenähte Monstrosität. Als lebender Stacheleber hielt er sich tief in einem von der Geißel beherrschten Gräberfeld auf. Ob er Amnennar diente, einen eigenen Bereich verteidigte oder in der Spirale nur überlebte, ist nicht eindeutig überliefert.
Nicht jede Gruppe traf ihn. Wenn Struppmähne erschien, wartete er gewöhnlich hinter dem Weg, den Nimmersatt durchstreifte. Seine seltene Anwesenheit machte ihn zu einer unsicheren Größe. Die Hügel bestanden nicht aus einer unveränderlichen Aufstellung; manche Bewohner entzogen sich selbst regelmäßiger Beobachtung.
Licht, Schatten und fremder Wille
Struppmähne heilte Verbündete, wirkte Schattenworte und konnte den Geist eines Gegners beherrschen. Diese Mischung lässt sich nicht sauber einer einzigen religiösen Schule zuordnen. Sie zeigt einen Zaubernden, der verschiedene Kräfte nach ihrem Nutzen verband. Im engen Gang war die Gedankenkontrolle besonders grausam, weil sie Gefährten gegen jene richtete, die ihnen vertrauten.
Die Quellen geben Struppmähne keine Rede und keinen sicheren Platz in Amnennars Plan. Sein Eintrag lässt diese Grenze stehen. Bedeutend ist gerade die Unklarheit: Nicht jeder Stacheleber in den besetzten Gräbern lässt sich als Opfer oder Verbündeter eindeutig lesen. Krieg schafft Räume, in denen Überleben, Zwang und Mitwirkung nebeneinanderliegen, ohne dass spätere Besucher die Unterschiede noch erkennen können.