Der Weg nach Todesminen
Unter den Hügeln von Westfall verwandelte die Bruderschaft der Defias alte Minen in eine verborgene Werft. Die Steinmetze, die Sturmwind wiederaufgebaut und ihren Lohn verloren hatten, schufen dort den Zerstörer als Antwort auf Adel, Hunger und gebrochene Versprechen. Zwischen Werkhallen und Schiffsrumpf wurde aus berechtigtem Zorn eine Armee, die ebenfalls Unschuldige bedrohte. In Sneed erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Ein Kriegsschiff beginnt lange vor der ersten Kanone. Es beginnt mit Bäumen, Balken und jemandem, der beides in die benötigte Form zwingt. Sneed leitete diesen Teil von VanCleefs Vorhaben. Als Holzmeister sorgte er dafür, dass aus Westfalls Ressourcen der Rumpf eines Schiffes wurde, das später Sturmwind bedrohen sollte.
Sneed arbeitete nicht mit Axt und Säge allein. Sein Schredder machte ihn schneller, stärker und gefährlicher als eine ganze gewöhnliche Holzmannschaft. Die Maschine fraß sich durch Material und Gegner mit derselben Gleichgültigkeit. In ihr zeigte sich die industrielle Seite der Defias: Der Aufstand war längst groß genug, um Maschinen, Spezialisten und eigene Produktionsketten zu unterhalten.
Erst fällt die Maschine
Wer Sneed bekämpfte, musste zunächst den Schredder zerlegen. Erst danach stand der Goblin selbst zwischen den Trümmern. Dieser Ablauf erzählte seine Stellung beinahe vollkommen. Technik verlieh ihm Macht und Abstand; ohne sie blieb ein entschlossener Handwerker, der sein Projekt dennoch bis zuletzt verteidigte.
Mit Sneed verlor die Werft ihren Holzmeister. Der Zerstörer war bereits weit fortgeschritten, doch jede weitere Reparatur und Verstärkung wurde schwieriger. Sneeds Tod war kein glanzvoller Wendepunkt in der Politik Westfalls. Er war etwas Nüchterneres und ebenso Wichtiges: Ein entscheidendes Glied in der Kette zwischen geraubtem Wald und bewaffnetem Schiff brach.