Ehre und StärkeBlackmoore
Novos der Beschwörer
Bosse

Novos der Beschwörer

Novos wollte über seine gewöhnlichen Mitkultisten hinauswachsen. Er schnitt sein Herz aus der Brust und reichte es seinem Meister noch schlagend dar. Dieser Ehrgeiz beeindruckte den Herrn, der ihn als Lich neu erschuf und mit den Truppen Drak'Tharons betraute.

Der Weg nach Feste Drak'Tharon

Drak'Tharon war eine Grenzfestung der Drakkari zwischen den Grizzlyhügeln und Zul'Drak. Als die Geißel eindrang, versuchten die Trolle durch Härte, geraubte Loa-Macht und verzweifelte Gegenmittel zu überleben. Die Festung wurde dennoch zum Schlachthaus, aus dem untote Trolle in Arthas' Armeen strömten und ehemalige Propheten nur noch den Sieg des Lichkönigs verkündeten. In Novos der Beschwörer erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Novos begann nicht als uralter König oder großer Zauberer. Er war ein Kultist unter anderen und konnte die Aussicht nicht ertragen, in dieser Menge namenlos zu bleiben. Wo seine Gefährten Gehorsam zeigten, suchte er nach einer Tat, die so endgültig war, dass kein Meister sie übersehen konnte.

Das noch schlagende Herz

Novos schnitt sich das eigene Herz aus dem Körper und überreichte es seinem Herrn wenige Augenblicke vor dem Tod. Die Tat war kein Opfer für Freunde und keine Rettung eines Volkes. Sie war eine Bewerbung um Macht. Sein Körper brach zusammen, während das Organ noch bewies, dass er tatsächlich alles gesetzt hatte.

Der Meister sah Initiative, wo andere Wahnsinn gesehen hätten, und erschuf Novos als Lich neu. Damit erhielt der Kultist den Aufstieg, den er verlangt hatte. Zugleich wurde sein Dasein endgültig an jene Macht gebunden, deren Aufmerksamkeit er gesucht hatte. Er überwand die Sterblichkeit, aber nicht die Hierarchie.

In der Festung leitete Novos Truppen der Geißel. Er rief Schattenwirker, gewaltige Leichen und faulige Trollkörper in die Schlacht. Jede Welle zeigte seinen neuen Rang: Andere Tote mussten sich bewegen, damit der Lich hinter seinem Schutzfeld unangreifbar blieb.

Vier Kristallhüter

Novos schloss sich in ein arkanes Feld ein. Erst wenn vier Kristallhüter getötet waren, brach der Schutz zusammen. Sein Aufstieg hatte ihn mutig genug gemacht, das eigene Herz zu opfern, aber nicht bereit, den neuen Körper ohne mehrere Schichten aus Dienern und Magie zu riskieren.

Nach dem Ende des Schutzfelds musste Novos selbst kämpfen. Frost, Blizzard und Flüche ersetzten die Wellen der Toten, doch die Unverwundbarkeit kehrte nicht zurück. Der ehemalige Kultist hatte den höchsten Preis für ein längeres Dasein gezahlt. In Drak'Tharon zeigte sich, wie wenig dieses Dasein wert war, sobald die geliehenen Schutzschichten verschwanden.