Ehre und StärkeBlackmoore
Nethermantin Sepethrea
Bosse

Nethermantin Sepethrea

Sepethrea war Pathaleons Schülerin und wurde wegen ihrer außergewöhnlich schnellen Beschwörungen ausgewählt. Vermutlich beaufsichtigte sie die Produktion der Manazellen. In der oberen Mechanar ließ sie tobende Flammen frei, die keinen sicheren Stand duldeten und zeigten, wie eng Kael'thas' technische Pläne bereits mit dämonischer Macht verflochten waren.

Der Weg nach Mechanar

Die Mechanar war das technische Kraftzentrum der Festung der Stürme. Nach Kael'thas' Eroberung lenkten Pathaleon und seine Leute Naaru-Maschinen, Manazellen und mechanische Wächter für die Pläne der Blutelfen um. Der Flügel zeigte, wie die Suche nach Heilung für den Magiehunger in ein System aus gestohlener Technik, Dämonenbündnissen und persönlichem Ehrgeiz überging. In Nethermantin Sepethrea erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Pathaleon suchte keine Schülerin, die nur Wissen wiederholen konnte. Sepethrea überzeugte ihn durch Geschwindigkeit. Sie rief Kreaturen so rasch, dass ein Gegner kaum Zeit fand, zwischen Absicht und Angriff zu unterscheiden. Für den Leiter einer Anlage, in der jeder Ablauf berechnet und jede Verzögerung als Verlust erschien, war dieses Talent besonders wertvoll.

Zwischen Beschwörung und Produktion

Sepethrea hielt sich nahe den inneren Manazellenanlagen auf und könnte ihre Produktion beaufsichtigt haben. Selbst wenn ihre genaue Amtsbezeichnung verloren ist, passt ihre Magie zum Ort. Beschwörung brachte Kraft aus einer anderen Ebene unmittelbar an die Stelle, an der sie gebraucht wurde; Manazellen taten mit Energie etwas Ähnliches.

Als Schülerin lernte Sepethrea nicht nur einzelne Zauber. Sie übernahm eine Denkweise, in der Erfolg messbar und jedes Wesen nach seinem Nutzen bewertet wurde. Pathaleons Ehrgeiz gab ihr Aufstiegschancen, solange ihre Beschwörungen den Betrieb schützten. Persönliche Bindung und berufliche Funktion ließen sich in der Mechanar kaum trennen.

Tobende Flammen

Sepethrea rief zwei lebende Feuer, die Gegner durch die Kammer verfolgten. Sie ließen sich nicht einfach wie gewöhnliche Diener festhalten. Wer ihnen zu nahekam, musste weichen, während die Nethermantin selbst Frost und arkane Macht einsetzte. Der Kampf nahm dem Raum jede feste Ordnung und zwang Bewegung in einem Werk, das sonst von kontrollierten Abläufen lebte.

Die Flammen und Sepethreas Netherkünste zeigten, dass Kael'thas' Leute längst mehr als harmlose Magieforschung betrieben. Die Mechanar verband Naaru-Technik mit Kräften jener Legion, der der Prinz sich angenähert hatte. Sepethrea stand genau in dieser Verbindung: eine Blutelfe, ausgebildet für Effizienz, deren schnellster Weg zur Macht durch fremde Ebenen führte.

Die Schülerin fällt vor dem Meister

Nach Sepethreas Tod lag nur noch Pathaleons letzte Verteidigung zwischen den Eindringlingen und dem Leiter der Mechanar. Ihre Niederlage war zugleich ein Urteil über seine Lehre. Geschwindigkeit hatte sie gefährlich gemacht, aber nicht unabhängig. Sie starb an dem Ort, den ihr Meister ihr zugewiesen hatte, während seine größere Rechnung weiter aufging oder scheiterte.