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Nebel von Tirna Scithe
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Nebel von Tirna Scithe

Tirna Scithe war ein heiliger Hain des Ardenwalds und ein Ort, an dem die Nachtfae wilde Götter auf ihre Wiedergeburt vorbereiteten. Als die Drust durch die geschwächten Grenzen des Waldes drangen, wurde der Hain zu einer Front. Seine Nebel verbargen nicht nur Wege, sondern schützten eines der letzten Zentren, von denen das Überleben des Ardenwalds abhing.

Ein Hain des Kreislaufs

Im Ardenwald bedeutete Schlaf nicht das Ende. Mächtige Naturgeister, die in sterblichen Welten gefallen waren, wurden dort in Samenkapseln bewahrt, mit Anima genährt und eines Tages in ihre Heimat zurückgeschickt. Tirna Scithe gehörte zu den Hainen, in denen dieser Kreislauf gepflegt wurde. Seine Bewohner kannten die Bedürfnisse der ruhenden Seelen und die alten Wege durch den Wald.

Die Animadürre stellte diesen Auftrag infrage. Die Winterkönigin musste entscheiden, welche Haine noch versorgt werden konnten und welche aufgegeben wurden. Jeder Verlust schwächte die Grenzen des Waldes. In dieser Not fanden die Drust einen Zugang, jene rachsüchtigen Geister aus Drustvar, deren Todmagie schon auf Kul Tiras ganze Landstriche verdorben hatte.

Die Drust greifen nach dem Ardenwald

Gorak Zhar führte den Angriff auf Tirna Scithe. Die Drust wollten nicht nur einen Hain plündern. Sie suchten Körper und Anima, mit denen sie ihrer geisterhaften Existenz entkommen und im Reich der Lebenden wieder Fuß fassen konnten. Der Ardenwald bot ihnen beides: eine Fülle naturgebundener Seelen und ein Netz von Übergängen zwischen Tod und Wiedergeburt.

Ingra Maloch half ihnen, indem er den großen Tirnenwächter Dromam bezwang und dessen Macht gegen den eigenen Hain richtete. Der Fall des Wächters machte sichtbar, wie der Angriff funktionierte. Die Drust mussten den Wald nicht vollständig erobern, wenn sie seine Beschützer beherrschen und seine Lebenskraft gegen ihn wenden konnten.

Nebel, Rätsel und die Verteidiger des Hains

Die Nebelruferin führte die Verteidiger durch Wege, die sich für Fremde ständig veränderten. Ihre Illusionen und Zeichen waren keine Spielerei, sondern Teil des Schutzes von Tirna Scithe. Nur wer die Muster erkannte, konnte den tieferen Hain erreichen, ohne sich in den Nebeln zu verlieren.

Hinter diesen Schutzlinien hatte sich Tred'ova eingenistet, ein gewaltiger Gorm, der sich von Anima und den Körpern des Hains nährte. Während die Drust von außen Besitz ergreifen wollten, fraßen die Gorm die geschwächte Substanz des Ardenwalds von innen. Beide Gefahren wurden durch dieselbe Dürre ermöglicht.

Der Hain bleibt verwundet

Mit dem Fall von Ingra Maloch, Tred'ova und den drustischen Eindringlingen wurde Tirna Scithe vorerst gerettet. Der Sieg trennte Gorak Zhars Einfluss vom Hain und bewahrte die dort ruhenden Geister vor unmittelbarer Gefangenschaft. Er beendete jedoch weder die Drustkrise noch die Animadürre.

Tirna Scithe zeigte, weshalb die Krise des Ardenwalds mehr war als ein Mangel an Energie. Sobald die Pflege des Kreislaufs nachließ, drangen alte Feinde ein, Schutzwesen wurden beherrscht und hungrige Kreaturen vermehrten sich. Die Rettung eines einzigen Hains war notwendig, doch der ganze Wald brauchte eine neue Quelle der Hoffnung.