Ehre und StärkeBlackmoore
Lord Sturmsang
Bosse

Lord Sturmsang

Lord Colm Sturmsang führte Haus und Gezeitenweise, zog sich aber aus wachsender Verachtung für Boralus zurück. Azsharas Flüstern verwandelte den einst gütigen Mann in einen K'thir, der die verschwundene Flotte im Dunkel hielt und ihre Segnungen für die Königin der Naga vorbereitete.

Der Weg nach Der Schrein des Sturms

Der Schrein des Sturms war das geistliche Herz der kul tiranischen Gezeitenweisen. Dort lernten sie, Meer und Wind zu hören, Schiffsrümpfe zu segnen und die Flotte sicher über gefährliche Gewässer zu führen. Als Lord Sturmsang Azsharas Flüstern folgte, wurden dieselben Rituale zu Fesseln für die Schiffe, die sie einst schützen sollten. In Lord Sturmsang nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.

Haus Sturmsang führte die Gezeitenweisen und segnete die Schiffe, auf denen Wohlstand und Verteidigung von Kul Tiras beruhten. Colm stand deshalb nicht nur einem Adelshaus vor. Ohne seinen Orden zweifelten Kapitäne, ob ihre Rümpfe einen Sturm überstanden und ihre Segel die richtigen Strömungen fanden. Diese Stellung gab ihm Einfluss weit über das Sturmsangtal hinaus.

Verachtung für die Elite von Boralus

Colm sah die Arbeiter seines Tals, die Schiffe, Nahrung und Segen lieferten, während die Oberschicht von Boralus den Ruhm genoss. Er erklärte, Kul Tiras müsse seinem Volk gehören und von den Gezeitenweisen geführt werden. In dieser Kritik lag eine wirkliche Wunde. Doch je stärker seine Verachtung wuchs, desto leichter konnte eine fremde Stimme behaupten, nur völlige Unterwerfung der alten Ordnung bringe Gerechtigkeit.

Menschen, die Colm vor seiner Verderbnis kannten, beschrieben ihn als freundlich. Azshara und die Leere mussten keinen geborenen Tyrannen gewinnen. Sie nahmen Unzufriedenheit, Rückzug und den Wunsch nach Bedeutung und gaben jedem Gedanken eine dunklere Bestätigung. Colm zog sich mit seinen Gezeitenweisen vom übrigen Kul Tiras zurück. Was wie politischer Protest begann, wurde zum abgeschlossenen Raum für immer lauteres Flüstern.

Das verschwundene Flottenlicht

Lord Sturmsang wusste, wo die vermisste kul tiranische Flotte lag. Er hüllte sie absichtlich in Dunkelheit, damit Azshara und die Alten Götter sie später beherrschen konnten. Der Mann, dessen Familie Schiffe sicher über das Meer führte, machte Orientierungslosigkeit zur Waffe. Kul Tiras verlor nicht nur Fahrzeuge. Es verlor das Vertrauen, dass seine heiligsten Lotsen überhaupt noch zum gleichen Hafen führten.

Als Taelia, Bruder Pike und Verbündete gegen den Kult vorgingen, tötete Sturmsang Milizionäre und verdarb Samuel Williams. Aus dem Menschen wurde Azshj'thul der Ertrunkene. Dann enthüllte Colm seine Verbindung und floh in den Schrein. Die Verwandlung zeigte, was sein versprochenes neues Kul Tiras bedeutete: Nicht eine gerechtere Ordnung für die Arbeitenden, sondern Körper, die ihre alte Gestalt und Stimme an die Tiefe verloren.

Der Hausherr wird selbst zum K'thir

Im inneren Schrein trat Sturmsang bereits als K'thir auf. Uralte Gedankenbeuger suchten neue Wirte, während erwachende Leere den Raum füllte. Der Meister der Wassermagie kämpfte nicht mehr nur mit Strömungen. Sein eigener Körper bewies, dass er die Grenze zwischen Diener und Kreatur Azsharas überschritten hatte. Die Macht, mit der er Kul Tiras retten wollte, hatte ihn bereits aus seinem Volk herausgeschrieben.

Lord Sturmsang fiel. Sein Neffe Brannon hatte nichts von der Verderbnis gewusst und selbst gegen ihre Folgen gekämpft. Nach Colms Tod konnte er Verantwortung für das Haus übernehmen, ohne den Verrat fortzusetzen. Damit blieb die Region nicht führungslos. Die Zukunft des Hauses hing nun davon ab, ob es die berechtigten Sorgen des Tals von jener Stimme trennen konnte, die aus ihnen einen Weg zu Azshara gemacht hatte.