Der Weg nach Das Oculus
Das Oculus schwebte als mehrstöckige Warte über Kaltarra. Während des Nexuskriegs liefen hier die umgeleiteten Leylinien zusammen, blaue Drachen hielten gefangene Artgenossen und Malygos' Diener verteidigten Ring um Ring die Kontrolle über Azeroths Magie. Der Weg nach oben begann in einem Gefängnis und endete im freien Himmel, wo nur befreite Drachen die letzte Höhe erreichen konnten. In Leywächter Eregos erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Im oberen Ring liefen die Aufgaben des Oculus zusammen. Eregos schützte nicht nur einen Ort, sondern den Leiter, durch den Malygos die arkanen Ströme Azeroths seinem Plan unterwarf. Solange dieser Betrieb gesichert blieb, konnte die Magie weiter aus ihren natürlichen und sterblichen Bahnen gerissen und zum Nexus gelenkt werden.
Die Gewissheit einer Prophezeiung
Eregos sprach von Malygos' vollständiger Herrschaft, als wäre sie keine Hoffnung, sondern ein bereits geschriebenes Ende. Diese Überzeugung machte Verhandlungen sinnlos. Eindringlinge waren für ihn keine Gegner mit möglichen Gründen, sondern zu vollstreckende Störungen auf dem Weg zu einer Zukunft, deren Richtigkeit er nicht mehr prüfte.
Der letzte Ring ließ sich nicht zu Fuß erobern. Rubin-, Smaragd- und Bernsteindrachen hoben die Angreifer in den Himmel. Jede Drachenart brachte eine andere Kraft: Schutz und Gegenangriff, Heilung und Lebensentzug, Zeitmagie und gebündelte Entladungen. Der Sieg hing davon ab, dass ehemals Gefangene ihre verschiedenen Fähigkeiten zu einer gemeinsamen Formation verbanden.
Ein Schwarm um den obersten Wächter
Eregos schleuderte arkane Salven und rief größere Leywelpen. Wenn seine Wut anwuchs, wurden Zauber und Angriffe schneller. Die Höhe bot keinen stillen Raum für ein Duell. Über dem Oculus entstand eine Schlacht zwischen kleinen Verbänden, in der Schutz, Heilung und vorbereitete Entladung einander im richtigen Augenblick ergänzen mussten.
Unter Druck wechselte Eregos in die Astralebene. Dort konnte kein direkter Angriff ihn treffen. Planare Anomalien erschienen und verfolgten die Drachen, bis sie in verzerrter Zeit explodierten. Der Wächter zog sich damit nicht einfach zurück. Er verließ für einen Moment die Ebene, auf der seine Gegner überhaupt handeln konnten, und ließ zurück, was beim Übergang aus der Wirklichkeit gerissen wurde.
Das Ende der Operation über Kaltarra
Mit Eregos' Fall verlor das Oculus seinen obersten Verteidiger. Der Nexuskrieg endete nicht an diesem Tag, doch ein entscheidender Leiter und ein Symbol von Malygos' Unantastbarkeit waren gebrochen. Besonders bitter für den blauen Schwarm war die Art des Sieges: Nicht neue Waffen hatten die höchste Warte erreicht, sondern Drachen, die Drakos zur Strafe eingesperrt hatte und deren Freiheit den ganzen Aufstieg erst möglich machte.