Der Versuch, ein Dämonenjäger zu werden
Dämonenjäger nehmen die Macht ihrer Feinde in den eigenen Körper auf. Die Ausbildung verlangt, einen gebundenen Dämon zu beherrschen, ohne ihm den eigenen Willen zu überlassen. Leotheras bestand diese Prüfung nicht. Statt einer gefährlichen Einheit entstand ein Riss: Der Blutelf und sein innerer Dämon kämpften um denselben Leib.
Grauhertz-Zauberbinder hielten Leotheras in einem magischen Gefängnis. Ob diese Fessel Schutz, Strafe oder die Vorbereitung auf einen späteren Einsatz war, bleibt weniger klar als ihre Wirkung. Als die Binder fielen, kam kein geheilter Gefangener frei. Leotheras wechselte zwischen seiner elfischen Kampfkunst und einer dämonischen Gestalt, die auch in seinen Gegnern innere Dämonen hervorrief.
Der Preis von Illidans Lehre
Leotheras zeigt die Seite der Illidari, die in Erzählungen über entschlossene Dämonenjäger leicht verschwindet. Nicht jeder Anwärter beherrschte die Verderbnis. Manche zerbrachen an ihr. Sein Tod öffnete den Weg zu Vashj, doch er hinterließ keine einfache Geschichte von Held oder Verräter. Er war ein Schüler eines Krieges, dessen Methode den Feind im eigenen Inneren einsperrte und darauf hoffte, der Wille werde stärker sein.