Der Weg nach Belagerung des Niuzaotempels
Der Niuzaotempel lag auf einer Insel und war dem Schwarzen Ochsen geweiht, dem Sinnbild standhafter Tapferkeit. Die Mantiden umgingen seine natürliche Abwehr, indem sie über Wurzeln, Harz und eine heimtückisch errichtete Brücke einen neuen Angriffsweg schufen. Ihre Belagerung verband alchemistische Vorbereitung, Angriffswellen, Luftbombardements und rivalisierende Befehlshaber, während gefangene Pandaren im Inneren nach einer Gelegenheit zum Gegenschlag suchten. In Kommandant Vo'jak nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.
Vo'jak wusste, dass andere Mantiden größere Pläne entwarfen. Er empfand darin keinen Mangel, den er beheben musste. Was ihm an strategischer Geduld fehlte, ersetzte er durch die Bereitschaft, jeden Widerstand mit schneller, wachsender Gewalt zu überrennen. Die Brücke war für ihn kein kompliziertes Bauwerk, sondern der Weg, über den endlich genügend Körper zum Töten gelangten.
Gefangene brechen ihre Fesseln
Beim ersten Angriff hatten die Mantiden Pandaren gefangen genommen. Einige von ihnen entkamen und weigerten sich, die Belagerung nur aus einem Versteck zu beobachten. Sie bereiteten Fässer mit ätzendem Harz vor, die von der oberen Plattform auf die angreifenden Reihen geworfen werden konnten. Aus Gefangenen wurden Verteidiger, und aus einem Stoff der Mantiden wurde ein Hindernis für deren Vormarsch.
Vo'jak schickte Schwärmer, Krieger und Sprengstoffträger den Hang hinauf. Über ihnen warfen Flieger Bomben auf die Stellung. Die Enge half beiden Seiten: Die Mantiden konnten ihre Zahl nicht gleichzeitig einsetzen, doch jeder Durchbruch brachte den Kampf unmittelbar zwischen Fässer und Verteidiger. Das Harz verlangsamte die Wellen und machte sie verwundbar, solange die Helfer rechtzeitig zielten.
Der Kommandant betritt selbst die Plattform
Erst als seine Truppen scheiterten, stürmte Vo'jak persönlich nach oben. Für ihn war dies kein Eingeständnis mangelhafter Planung, sondern die Gelegenheit zu beweisen, dass rohe Kraft erreicht, was Untergebene nicht geschafft hatten. Seine Geschwindigkeit nahm stetig zu, als würde jeder weitere Herzschlag den Zorn darüber vergrößern, dass überhaupt noch jemand vor ihm stand.
Nach schnellen Vorstößen wirbelte Vo'jak mit seinen Klingen über die Plattform. Die ätzende Wirkung des Harzes konnte ihn bremsen, doch im Wirbel riss er sie wieder ab. Der Kampf wechselte deshalb zwischen vorbereiteter Verteidigung und unmittelbarem Ausweichen. Keine einzelne Harzpfütze und kein einzelner Treffer durfte als endgültige Lösung missverstanden werden.
Vo'jak fiel dort, wo seine Angriffswellen zuvor zusammengebrochen waren. Seine Wildheit hatte geholfen, die Invasion auf die Insel zu tragen, konnte aber keinen dauerhaften Sieg ordnen. Der Kommandant wollte Blut und erhielt einen Kampf, in dem sein eigenes vergossen wurde. Hinter ihm blieb General Pa'valak, der dieselbe Belagerung mit kälterer, umfassenderer Berechnung fortsetzte.