Der Weg nach Burg Schattenfang
Burg Schattenfang war einst der Sitz Baron Silberleins. Während des Dritten Krieges ließ Genn Graumähne den Magier Arugal Worgen gegen die Geißel beschwören. Die Wesen entzogen sich der Kontrolle, fielen über Freund und Feind her und nahmen schließlich die Burg selbst. Arugal überlebte zwischen ihren Mauern und erklärte die Bestien zu seinen Kindern. In Klingenklaue der Metzger erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Wo einst Mahlzeiten für Silberleins Haushalt zubereitet wurden, richtete sich Klingenklaue ein. Der Raum behielt Messer, Tische und Abläufe, doch seine Bedeutung kehrte sich um. Menschen betraten ihn nicht länger, um versorgt zu werden. Viele wurden dort selbst zu Körpern, die der Worgen ohne Unterschied niederriss.
Der Beiname
Klingenklaue erhielt den Namen Metzger nicht wegen eines Amtes. Er entstand aus der Zahl der Unschuldigen, die nach Arugals Machtübernahme starben. Der Beiname ersetzte jede unbekannte Vergangenheit des Worgen. Für die Überlebenden zählte nicht, wer er vor der Burg gewesen war, sondern was seine Klauen in einem Raum getan hatten, der einst zum Leben des Hauses gehört hatte.
Anders als Arugal brauchte Klingenklaue keine Erklärung und kein magisches Schauspiel. Er griff mit der Erfahrung eines Raubtiers an, das die Enge seiner Küche kannte. Patrouillen vor dem Raum machten einen unvorsichtigen Kampf noch gefährlicher. Das Grauen der Burg lag hier nicht in einem großen Geheimnis, sondern in der unmittelbaren Nähe routinierter Gewalt.
Ein Raum erhält seine Stille zurück
Nach Klingenklaue blieb die Küche verwüstet, aber still. Seine Opfer kehrten nicht zurück, und der alte Haushalt Silberleins ließ sich nicht wiederherstellen. Dennoch endete ein Teil des fortgesetzten Massakers. Der Sieg nahm Arugal einen weiteren Wächter und gab einem vertrauten Raum zumindest die Möglichkeit, nicht länger nur nach seinem Metzger benannt zu werden.