Der Weg nach Hallen der Infusion
Unter Tyrhold lenkten die Hallen der Infusion das Wasser eines uralten Quells durch titanengeschmiedete Anlagen. Was die Hüter als Ordnung und Versorgung verstanden, galt den Primalisten als Verunreinigung der ewigen Essenz Azeroths. Ihr Angriff überwältigte den alten Wächter, drang bis zum Urquell vor und sollte schließlich mit einem beschworenen Tsunami die Einrichtung zerstören und das Wasser in einen vermeintlich natürlichen Zustand zurückzwingen. In Khajin die Unbeugsame nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.
Unter Tyrhold floss Wasser, das Khajin als ewige Essenz Azeroths verstand. Lange bevor die heutige Anlage ihren Rhythmus erhielt, gehörte dieser Quell zur ursprünglichen Welt. Tyr und die Titanenhüter hatten ihn verändert, geleitet und mit Ordnungsmagie erfüllt. Was ihre Anhänger als Veredelung betrachteten, war für Khajin eine Verunreinigung von etwas, das niemals umgeformt werden durfte.
Hass auf einen toten Hüter
Tyr stand Khajin nicht lebend gegenüber. Ihr Hass richtete sich gegen seine Entscheidung und gegen die Anlagen, die sie überdauert hatten. Gerade diese Abwesenheit machte eine Aussöhnung unmöglich. Der Hüter konnte weder erklären noch bereuen; seine Rohre, Runen und das veränderte Wasser antworteten nur, indem sie weiter funktionierten. Khajin wollte deshalb das Erbe zerstören, um den Streit mit seinem Urheber nachträglich zu gewinnen.
Die Primalistin sprach von der Befreiung der Welt aus dem bösartigen Vermächtnis der Titanen. Der Preis spielte für sie keine begrenzende Rolle. Wenn die Hallen zusammenbrachen, Wasserversorgung endete oder Menschen starben, waren dies Folgen einer notwendigen Reinigung. Unbeugsamkeit bedeutete bei ihr nicht nur Mut. Sie war die Weigerung, irgendeine Folge als Grund für einen neuen Gedanken anzuerkennen.
Khajin ließ Gletscherwellen in Ringen über den Boden laufen. Hinter ihnen blieben mächtige Eisblöcke zurück. Diese Hindernisse schränkten die Bewegung ein, boten aber zugleich den einzigen Schutz vor dem folgenden Hagelsturm. Die Gruppe musste die Landschaft nutzen, die ihre Gegnerin geschaffen hatte. Khajins Eis war weder nur Gefahr noch nur Deckung; seine Bedeutung wechselte mit dem nächsten Zauber.
Zweimal Schutz, dann Lawine
Jeder Eisblock konnte zwei Hagelstürme abfangen. Nach dem ersten war er beschädigt, nach dem zweiten zerbarst er in einer Lawine. Ein geschützter Platz wurde damit nicht dauerhaft sicher. Die Gefährten mussten sich merken, welche Deckung bereits geschwächt war, und Abstand halten, bevor das vermeintliche Bollwerk selbst explodierte.
Zyklone rasten durch den Raum und beschädigten auch Eisblöcke, die sie berührten. Khajins eigene Magie konnte die Ordnung ihrer Deckungen vorzeitig auflösen. Die Gruppe musste nicht nur hinter einem Block stehen, sondern verstehen, welche Bahn der nächste Sturm nehmen würde. Schutz ohne Blick auf seine Umgebung wurde zur Falle.
Während des ganzen Kampfes fraßen polare Winde an den Gefährten. Es gab keinen Augenblick völliger Ruhe, in dem alle Wunden ohne Druck behandelt werden konnten. Khajin machte aus Unbeugsamkeit ein Klima: eine stetige Kälte, die nie verhandelte und erst mit ihrem Tod endete.
Die Hallen bleiben verändert
Khajin fiel, doch der Urquell kehrte dadurch nicht in einen eindeutig ursprünglichen Zustand zurück. Die Ordnungsmagie der Titanen war Teil seiner Geschichte geworden, ebenso wie die Wesen, die vom unbehandelten Wasser lebten. Hinter ihr versuchte Einflößerin Sariya, jede Mehrdeutigkeit mit einem einzigen gewaltigen Elementar fortzuspülen. Der urtümliche Tsunami sollte nicht überzeugen, sondern die Anlage aus der Welt reißen.