Der Weg nach Hallen der Infusion
Unter Tyrhold lenkten die Hallen der Infusion das Wasser eines uralten Quells durch titanengeschmiedete Anlagen. Was die Hüter als Ordnung und Versorgung verstanden, galt den Primalisten als Verunreinigung der ewigen Essenz Azeroths. Ihr Angriff überwältigte den alten Wächter, drang bis zum Urquell vor und sollte schließlich mit einem beschworenen Tsunami die Einrichtung zerstören und das Wasser in einen vermeintlich natürlichen Zustand zurückzwingen. In Urtümlicher Tsunami nahm ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt an.
Einflößerin Sariya träumte von einer Welt aus ursprünglichen Elementen und unbegrenzter Macht. In dieser Vorstellung waren titanische Kanäle, Siegel und Infusionen keine Zivilisation, sondern Fesseln. Die Hallen mussten fallen, damit das Wasser wieder sein konnte, was es vor Tyrs Eingriff gewesen war. Für ein solches Ziel brauchte sie keinen feinen Zauber, sondern eine Gewalt, die Stein und Ordnung gleichermaßen fortspülte.
Sariya bündelte Willen und List, um einen Elementar zu rufen, der größer war als ein gewöhnlicher Wassergeist. Der urtümliche Tsunami war eine wandelnde Flut, stark genug, Tyrs Einrichtung zu zerstören. Seine bloße Existenz verwandelte die Quelle von einem versorgenden Strom in eine Waffe. Das Wasser sollte nicht mehr durch die Hallen fließen, sondern sie überwältigen.
Infundierte Wasserblasen
Der Elementar formte Kugeln aus primalistisch durchsetztem Wasser und ließ sie über die Plattform treiben. Berührung machte Menschen wassergesättigt, verlangsamte sie und erschwerte den Abstand zur nächsten Welle. Nach kurzer Zeit explodierten die Blasen. Die Gefährten mussten zwischen ihnen Wege finden, während der Tsunami selbst jeden sicheren Raum mit neuen Strömungen bedrohte.
Bei voller Energie schloss der Tsunami jeden Gegner in einer Wasserblase ein und warf die Gruppe in entfernte Gänge. Der Kampf wurde auseinandergerissen. Statt gemeinsam am Elementar zu stehen, mussten die Gefährten gegen anrollende Wellen zurückkehren. Wasser bestimmte nun nicht nur Schaden und Bewegung, sondern trennte jene, deren Stärke in ihrer Nähe zueinander lag.
Während die Gruppe den Rückweg suchte, verschwand der Tsunami unter der Oberfläche. Primalisteneinflößer traten hervor und leiteten neue Kraft in ihn. Jede ununterbrochene Beschwörung verkürzte die Zeit bis zur nächsten Flut. Die Gefährten mussten gegen Strom und Diener zugleich handeln, damit das Wesen nicht vollständig erneuert aus dem Wasser stieg.
Wellen gegen den Rückweg
Breite Tsunamiwellen schoben durch die Korridore, warfen Menschen zurück und ließen Kälte in ihren Gliedern. Eine Lücke musste erkannt und gemeinsam genutzt werden. Wer allein voranstürmte, konnte wenige Schritte vor dem Ziel wieder an den Anfang gerissen werden. Der Weg zurück zum Boss wurde zur eigentlichen Prüfung der zweiten Phase.
Sariya wollte das Wasser von der Ordnung befreien, Tyr hatte es zuvor in ein System gezwungen. Im Kampf gehorchte es vollständig keinem von beiden. Der Tsunami musste immer wieder von Einflößern genährt werden, und seine ungebremste Gewalt bedrohte auch die Anlage, die den Quell überhaupt zugänglich machte. Wasser besitzt keinen politischen ursprünglichen Zustand. Es folgt Druck, Gefälle und der Kraft, die gerade auf es wirkt.
Die Hallen stehen weiter
Die Gefährten erreichten den Elementar nach jeder Zurückstoßung, unterbrachen seine Helfer und zerschlugen die verdichtete Flut. Mit dem Ende des Tsunamis blieb Tyrholds Anlage bestehen. Der Sieg beantwortete nicht endgültig, ob Tyrs Veränderung gerechtfertigt gewesen war. Er verhinderte jedoch, dass Sariya diese Frage durch die Vernichtung aller Hallen und aller Menschen darin entschied.