Ehre und StärkeBlackmoore
Hydromantin Thespia
Bosse

Hydromantin Thespia

Thespia liebte als Hochgeborene Kunst und Musik, bis die Große Teilung sie in die Tiefe riss und zur Naga verwandelte. Jahrtausende später folgte sie ihrer Jugendfreundin Lady Vashj in die Zangarmarschen. In der Dampfkammer lenkte sie Wasser und Naturkräfte für den Plan, einer ganzen Region ihre Lebensquelle zu nehmen.

Der Weg nach Dampfkammer

Die Dampfkammer war das Maschinenherz des Echsenkessels. Hier verband Lady Vashj Hydromantie, gnomenhafte Ingenieurskunst und militärische Gewalt zu einem System, das den Zangarmarschen Wasser entzog und es in gewaltigen Reservoirs sammelte. Zwischen Leitungen, Druckkesseln und verstärkenden Elixieren wurde die Landschaft selbst zum Gegenstand einer Eroberung. In Hydromantin Thespia erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Auf dem Höhepunkt des Nachtelfenreichs gehörte Thespia zu den Hochgeborenen. Sie fand Freude an Kunst und Musik, also an Dingen, die Zeit nicht eroberten, sondern ihr Form und Schönheit gaben. Lady Vashj kannte sie bereits in jener Jugend. Ihre spätere Nähe begann damit nicht in einem Maschinenraum, sondern in einer Welt, die beide für dauerhaft gehalten haben mochten.

Die Große Teilung

Als der Brunnen der Ewigkeit zusammenbrach, riss das Meer Thespia und viele Hochgeborene in die Tiefe. Dort verwandelte Azsharas Schicksal ihr Volk zu Naga. Thespias Liebe zu Kunst und Musik verschwand. Vielleicht ertrank sie in derselben Katastrophe wie ihre frühere Gestalt, vielleicht wurde sie über Jahrtausende von Zorn verdrängt. Übrig blieb eine Hydromantin, die Schönheit nicht mehr bewahrte, sondern Wasser beherrschte.

Trotz aller Veränderung blieb Thespia eine enge Vertraute Vashjs. Diese Treue überdauerte die versunkene Heimat, die Umformung und die langen Jahrtausende im Meer. Als Vashj Illidan in die Scherbenwelt folgte, ging Thespia ohne Zögern mit. Die Freundschaft aus der Jugend wurde zum Band, das sie an einen Feldzug gegen ein fremdes Land fesselte.

Wasser als Herrschaft

In den Zangarmarschen übernahm Thespia die Aufsicht über die Entwässerung. Sie kannte Wasser nicht nur als Element, sondern als Lebensraum ihres verwandelten Volkes. Gerade deshalb war ihre Aufgabe so wirkungsvoll. Sie wusste, wie Strömung, Feuchtigkeit und gespeicherte Vorräte eine Landschaft tragen, und half, dieses Wissen in ein Mittel politischer Abhängigkeit zu verwandeln.

Thespia rief Blitze, umgab einzelne Gegner mit Wolken und setzte ein, was wie die Wut der Natur wirkte, innerhalb einer künstlichen Pumpanlage ein. Ihre Magie und die Maschinen widersprachen einander nicht. Beide dienten demselben Ziel: Bewegung zu kontrollieren, Wasser umzuleiten und jeden zu bestrafen, der den geordneten Entzug unterbrechen wollte.

Die verstummte Musik

Mit Thespias Fall verlor Vashj eine Freundin aus der Zeit vor dem Meer und die Dampfkammer ihre Herrin über das Wasser. Nichts in der Anlage erinnerte an die Musik, die Thespia einst geliebt hatte. Leitungen, Druck und der Lärm arbeitender Maschinen waren die Geräusche ihres letzten Wirkens. Ihre Geschichte misst die Länge eines Verlusts daran, wie vollständig ein früheres Leben in seinem Gegenteil verschwinden kann.