Die Hohepriesterin der Spinne
Mar'li vertrat einen Spinnenloa und führte eine Priesterschaft, deren Tempel von Netzen und Brut erfüllt war. Wie die anderen Hohepriester konnte sie die Gestalt ihres Loa annehmen. Diese Gabe machte sie zur Mittlerin zwischen den Gurubashi und einer Macht, die Geduld, Gift und das lautlose Fangen von Beute verkörperte.
Unter Hakkars Einfluss wurde Mar'lis Bezirk Teil der Verteidigung des Blutgottes. Ihre Spinnen hielten Gegner fest, während die Priesterin aus der Distanz Magie wirkte oder selbst als gewaltige Spinne angriff. Das Bild des Netzes erhielt dadurch eine zweite Bedeutung: Nicht nur ihre Feinde waren gefangen. Auch Mar'li und die Macht ihres Loa waren in Hakkars Rückkehr eingespannt.
Die Tempelbrut
Mar'lis Anhänger bewachten Eier und junge Spinnen, aus denen während des Kampfes neue Gefahr entstand. Der Tempel war eine lebende Kultstätte, keine leere Arena. Jede Brut zeigte, wie tief die Tierverehrung in den Alltag der Gurubashi reichte und wie vollständig Hakkar diese religiöse Welt für seinen eigenen Schutz benutzte.
Mar'lis Niederlage kappte einen weiteren Teil von Hakkars geliehener Macht. Gemeinsam mit den übrigen Hohepriestern bildete sie einen Ring, der den Blutgott stärkte. Erst als diese Bindungen brachen, konnte Hakkar selbst gestellt werden. Mar'lis Ende war damit zugleich ein militärischer Sieg und der Verlust einer Priesterin, deren ursprünglicher Dienst vom Blutgott verdorben worden war.