Ehre und StärkeBlackmoore
Ghaz'an
Bosse

Ghaz'an

Ghaz'an war eine der gefürchtetsten Hydren der Scherbenwelt. Lady Vashjs Naga brachten das uralte Raubtier unter ihre Kontrolle und ließen es die unteren Zangarmarschen verheeren. Im Tiefensumpf bewachte die mehrköpfige Bestie einen schmalen Steg, an dem Hunger, Gift und der Wille ihrer nagaartigen Herren keinen Raum zum Ausweichen ließen.

Der Weg nach Tiefensumpf

Unter den Pumpen des Echsenkessels überdauerte im Tiefensumpf ein urwüchsiger Teil der Zangarmarschen. Pilzgiganten, Hydren, Sporlinge und Marschwandler lebten dort nicht als geordnete Armee, sondern als verletztes Geflecht aus Hunger, Revierkampf, Gefangenschaft und den Folgen von Vashjs Wasserraub. Jeder Eindringling betrat deshalb zugleich eine Zuflucht und eine Wunde der Landschaft. In Ghaz'an erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Gelehrte stritten darüber, ob die gewaltigen Hydren Azeroths und Draenors einen gemeinsamen Ursprung besaßen. Sicher war nur, dass ihre Art auf beiden Welten seit uralten Zeiten lebte. Ghaz'an gehörte damit zu einer Geschichte, die älter war als Vashjs Ankunft und älter als die Maschinen, die den Schlangensee zu einem Reservoir machten.

Drei Mäuler, ein Hunger

Eine Hydra sah in mehreren Richtungen, biss mit mehreren Köpfen und ließ sich nicht leicht durch einen einzelnen Angriff aufhalten. Ghaz'ans Berühmtheit erwuchs jedoch nicht nur aus seiner Gestalt. Das Tier war auf der Scherbenwelt wegen seiner Größe und Grausamkeit gefürchtet. Wo es jagte, wurde die Landschaft nicht zur Bühne eines Duells, sondern zum engen Rand eines immer gegenwärtigen Hungers.

Die Naga unterwarfen Ghaz'an und setzten die Hydra gegen Bewohner der unteren Marschen ein. Wie bei Rokmar und Quagmirran gewann Vashjs Herrschaft dadurch eine doppelte Wirkung. Eine natürliche Gefahr wurde zur gezielten Waffe, und jedes Opfer musste fürchten, dass die mächtigsten Geschöpfe der eigenen Heimat bereits den Besatzern dienten.

Der Steg im Tiefensumpf

Ghaz'an wartete auf einer schmalen Plattform über dem Wasser. Der Ort nahm seinen Gegnern die Freiheit, die sie gegen eine Hydra gebraucht hätten. Hinter ihnen lagen Pilzwälder und Kreaturen des Sumpfs, vor ihnen mehrere zischende Köpfe. Selbst ein Schritt zur Seite konnte im Wasser oder am Rand der Plattform enden.

Ghaz'an spie Säure, vergiftete den Boden und schlug mit dem Schwanz nach jedem, der hinter ihm Sicherheit suchte. Vor ihm drohte der Atem, hinter ihm die Wucht des Körpers. Die Begegnung machte die vielen Köpfe nicht zu bloßer Zierde: Fast jede Richtung, die einem gewöhnlichen Raubtier entgangen wäre, stand unter seiner Kontrolle.

Eine befreite Marsch ohne Rückkehr

Ghaz'ans Tod nahm den Naga ein mächtiges Werkzeug. Ob die Hydra jemals zu einem früheren, freien Dasein hätte zurückkehren können, blieb unbeantwortet. Wie so oft im Echsenkessel bestand Befreiung nur noch darin, die erzwungene Gewalt zu beenden. Die Marschen wurden sicherer, aber um den Preis eines weiteren uralten Wesens, das Vashjs Eroberung erst gebrochen und dann verbraucht hatte.