Der Weg nach Sklavenunterkünfte
Tief im Echsenkessel lagen die Sklavenunterkünfte, in denen Lady Vashjs Naga fast den gesamten Stamm der Ödniswandler zur Arbeit an ihrem System aus Pumpen und Reservoirs zwangen. Dort bewachten ein Verräter, zwei gebrochene Herrscher der Wildnis und während des Sonnenwendfests ein beschworener Frostfürst jene Ketten, mit denen die Naga nicht nur Menschen, sondern das Wasser der Zangarmarschen beherrschen wollten. In Quagmirran erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.
Quagmirran und Hungarfenn führten ihre gewaltigen Artgenossen gemeinsam. Ihre Herrschaft war nicht die eines Hofes aus Stein, sondern Teil des langsamen Lebens der Marschen: Wurzeln, Sporen, Wasser und uralte Körper, die sich nach anderen Zeitmaßen bewegten als die Völker an der Oberfläche. Zwischen beiden bestand ein Gleichgewicht, bevor fremde Pumpen den Schlangensee erreichten.
Quagmirran durchstreifte die schlangenförmigen Kavernen, als die Naga ihn ergriffen. Der Ort, den er seit langer Zeit kannte, wurde zum Netz um ihn. Seine Größe und sein Wissen über die Marschen schützten ihn nicht vor einer Armee, die Magie, Fesseln und systematische Gewalt miteinander verband.
Folter bis zum Gehorsam
Die Naga unterwarfen Quagmirran durch entsetzliche Folter. Am Ende blieb genug Kraft, um Feinde zu töten, aber nicht genug eigener Wille, um die Befehle seiner Herren zurückzuweisen. Gerade darin lag der Wert, den Vashjs Leute in ihm sahen: Sie wollten keinen Verbündeten, sondern ein lebendes Tor, das sich nur für ihre eigenen Truppen öffnete.
Wie Rokmar wurde Quagmirran benutzt, um weitere Bewohner der Region zu unterwerfen. Der frühere Beschützer der Pilzgiganten half damit unfreiwillig, jene Ordnung zu zerstören, die er einst getragen hatte. Herrschaft wurde in ihr Gegenteil verkehrt: Aus Verantwortung für ein Volk entstand Gewalt gegen das eigene Land.
Giftatem im letzten Gang
Quagmirran füllte seine Umgebung mit giftigem Atem und Säure, während seine schweren Schläge die Enge der Höhle ausnutzten. Er bewachte den tiefsten Abschnitt der Sklavenunterkünfte, als wäre sein massiger Körper der letzte Riegel eines Gefängnisses. Hinter ihm lag kein persönlicher Schatz, sondern der weitere Weg durch Vashjs System.
Nach Quagmirrans Tod herrschte Hungarfenn allein über die verbliebenen Pilzgiganten. Die Ordnung vor der Besatzung kehrte dadurch nicht zurück. Ein Gefährte und Mitregent war verloren, die Naga hielten weiter Teile der Marschen, und selbst Hungarfenn geriet später in Konflikt mit Eindringlingen. Quagmirrans Ende löste seine Ketten, aber es konnte die Lücke nicht schließen, die seine Versklavung in der lebendigen Welt hinterlassen hatte.