Ehre und StärkeBlackmoore
Erdrutsch
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Erdrutsch

Der uralte Bergriese Erdrutsch pflegte einst die leuchtenden Kristallgärten Maraudons. Theradras unterwarf seinen Willen und machte aus dem gelassenen Gärtner einen Wächter, der nur noch für seine neue Herrin lebte.

Der Weg nach Maraudon

Maraudon ist Grabmal, Heiligtum und Wunde zugleich. Unter Desolace ruht Zaetar, der Sohn Cenarius', den seine eigenen Zentaurenkinder erschlugen. Prinzessin Theradras hielt den Geist ihres Geliebten bei sich, während dessen Lebensessenz in den tieferen Höhlen eine erstaunlich schöne Natur nährte. Darüber breiteten sich Gift, Satyrn und verdorbene Elementare aus. Jeder Bewohner Maraudons steht deshalb zwischen zwei Wahrheiten: Der Ort schenkt Leben, und derselbe Ort hält einen Toten seit Jahrhunderten fest. In Erdrutsch erhält ein eigener Teil dieser Geschichte Gestalt.

Lange bevor Fremde Maraudon als Weg zu Beute und Ruhm betrachteten, hegte Erdrutsch die Kristallgärten in den tiefen Höhlen. Für einen Bergriesen war Fürsorge kein Widerspruch zu gewaltiger Kraft. Er ordnete Stein, schützte empfindliche Formationen und ließ aus mineralischer Geduld einen Garten entstehen, dessen Leuchten nicht von Blüten, sondern von Kristallen kam.

Theradras nimmt den Willen

Als Theradras sich im Heiligtum festsetzte, unterwarf sie den alten Riesen. Seine Gelassenheit verschwand nicht durch eine freiwillige Treue, sondern unter einem Zauber, der aus jahrzehntelanger Pflege Dienst an einer Tyrannin machte. Erdrutsch blieb zwischen seinen Kristallen, doch die Bedeutung des Ortes hatte sich verändert. Was er einst bewahrte, wurde nun Teil der Verteidigung ihres Gefängnisses.

Im Kampf rief Erdrutsch kleine Theradrimscherben aus dem Boden. Der Gärtner ließ seine Umgebung zu einer Armee werden, stampfte Gegner nieder und schleuderte sie von sich. Vielleicht war dies die dunkelste Verkehrung seiner alten Arbeit: Kristalle, die unter seiner Obhut gewachsen waren, dienten nicht mehr dem stillen Leuchten der Höhlen, sondern dem Willen jener Macht, die ihn gebrochen hatte.

Befreiung, die wie Zerstörung aussieht

Erdrutschs Tod beseitigte einen Wächter Theradras', aber er kostete Maraudon zugleich seinen uralten Gärtner. Es gibt keinen überlieferten Augenblick, in dem sein alter Wille wie bei Celebras sichtbar zurückkehrte. Darum bleibt sein Ende bitter. Um den tieferen Ort zu befreien, mussten Abenteurer ein Wesen vernichten, das dort einst etwas Schönes geschaffen hatte und seine Schuld nur unter fremder Herrschaft trug.